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Die BayernLB muss möglicherweise mit neuen Belastungen rechnen.

BayernLB droht neues Ungemach aus Österreich

München - Die angeschlagene BayernLB könnte durch ihre Beteiligung an der österreichischen Tocjter Hypo Group Alpe Adria in Bedrängnis geraten. Die österreichische Bank benötigt insgesamt bis zu zwei Milliarden Euro. Dadurch könnte eine Belastung von rund 700 Millionen Euro auf die BayernLB zukommen.

Der angeschlagenen BayernLB droht einem Zeitungsbericht zufolge neues Ungemach von ihrer österreichischen Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA). Die Bank, an der die BayernLB mit 57,49 Prozent beteiligt ist, benötige insgesamt bis zu zwei Milliarden Euro, schreibt die “Financial Times Deutschland“ (Donnerstag) ohne nähere Angabe von Quellen. Auf die BayernLB komme möglicherweise eine Belastung von bis zu 700 Millionen Euro zu. Derzeit gebe es aber noch keine Einigkeit unter den Anteilseignern über die Höhe der Beiträge. Eine außerordentliche Hauptversammlung am Dienstag sei daher unterbrochen worden und solle nun am Freitag fortgesetzt werden.

Ein Sprecher der Bank wollte den Bericht auf Anfrage nicht näher kommentieren. Er bestätigte lediglich die Unterbrechung und die geplante Fortsetzung des Aktionärstreffens. “Die Anteilseigner haben noch einige Details zu besprechen“, sagte er. Neben der BayernLB halten die Grazer Wechselseitige Versicherung Aktiengesellschaft (GRAWE) 26,45 Prozent und die Kärtner Landesholding 16,04 Prozent der Anteile. Laut “FTD“ könnten 1,3 der benötigten 2 Milliarden Euro aus dem Hilspaket des österreichischen Staates für die Bankenbranche kommen. Den Rest müssten die Anteilseigner aufbringen. Die Kärtner Landesholding weigere sich aber, Geld zuzuschießen.

Die BayernLB steckt wegen der Finanzmarktkrise derzeit ohnehin in massiven Schwierigkeiten. Allein zwischen Juli und September fiel ein Verlust von rund einer Milliarde Euro an, in den ersten neun Monaten 2008 war es vor allem wegen Wertberichtigungen bei Finanzanlagen ein Minus von 1,67 Milliarden Euro. Wegen der massiven Krise hat BayernLB-Chef Michael Kemmer bereits eine massive Umstrukturierung mit dem Abbau von 5600 Arbeitsplätzen angekündigt. Der Freistaat Bayern muss die Bank mit zehn Milliarden Euro stützen, um ihre Existenz zu sichern. Künftig will sich die Bank nach jahrelanger Auslandsexpansion wieder vorrangig um Kunden in Bayern kümmern.

Der geplante Stellenabbau könnte die Bank aber ebenfalls teuer kommen. Die “Passauer Neue Presse“ (Donnerstag) berichtet unter Berufung auf Bank-Insider, Münchner BayernLB-Mitarbeiter könnten sich Hoffnung auf ein zwei- bis dreifaches Jahresgehalt machen, wenn sie freiwillig auf ihren Arbeitsplatz verzichten. Bei einem Durchschnittsgehalt von rund 100 000 Euro im Jahr wären dies bis zu 300 000 Euro. Der Umbau koste insgesamt eine halbe Milliarde Euro, rund 300 bis 400 Millionen Euro davon sollen es alleine in der Münchner Zentrale sein. Auch diese Zahlen wollte der Sprecher der Bank nicht kommentieren. Er verwies stattdessen auf Äußerungen vom Montag, wonach bis März Einzelheiten des Umbaus geklärt werden sollen. Die BayernLB werde aber alle Ansprüche der Mitarbeiter erfüllen.

dpa

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