BayernLB: Folgen der Finanzkrise noch nicht bezifferbar

München - Die BayernLB als zweitgrößte deutsche Landesbank kann die Folgen der internationalen Finanzkrise für ihr Jahresergebnis nach eigenen Angaben noch nicht beziffern. "In den nächsten Monaten, wenn die Bilanz aufgestellt wird, wissen wir, wie die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sind", sagte ein Sprecher der Bank.

Die BayernLB hatte sich wie andere Banken auch mit einem Milliarden-Betrag im krisengeschüttelten US-Immobilienmarkt engagiert. Zuletzt ging die Bank Ende vergangenen Jahres davon aus, dass sich mögliche Abschreibungen auf unter 100 Millionen Euro belaufen dürften.

Ihr Engagement im Geschäft mit Krediten bonitätsschwacher Schuldner ("Subprime") hatte die BayernLB auf 1,9 Milliarden Euro beziffert. Ähnlich wie bei der angeschlagenen WestLB wurden solche Titel in den Portfolien von drei Zweckgesellschaften außerhalb der Bilanz zusammengefasst, sogenannten Conduits. Diese würden für 2007 nahezu komplett auf die Bilanz übernommen, sagte der Sprecher. Dadurch ergebe sich "kein Kapitalbedarf, aber eine Verringerung der Eigenkapitalquote". Dies sei bereits in die Liquiditätsplanung der Bank einbezogen.

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