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Die Anzeige richtet sich gegen die in den Jahren 2004 bis 2008 tätigen Mitglieder des Vorstands und des Verwaltungsrates.

BayernLB: Freie Wähler stellen erneut Strafanzeige

München - Die Freien Wähler im Landtag haben wegen des Debakels der BayernLB eine weitere Strafanzeige gestellt. Im Fokus: Manager der Bank und Verwaltungsratsmitglieder - darunter auch CSU-Politiker.

Es bestehe der Verdacht der Untreue in besonders schwerem Fall, teilte die Fraktion am Freitag in München mit. Eine Sprecherin der Münchner Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang einer Strafanzeige. Details konnte sich aber nicht nennen, der Sachverhalt müsse erst geprüft werden.

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Schwere Vorwürfe gegen Hypo Alpe Adria

Die Anzeige richtet sich gegen die in den Jahren 2004 bis 2008 tätigen Mitglieder des Vorstands und des Verwaltungsrates. Darunter sind die früheren Finanzminister Kurt Faltlhauser und Erwin Huber (beide CSU), der frühere Bank-Chef Michael Kemmer sowie der scheidende bayerische Sparkassenpräsident Siegfried Naser sowie weitere Politiker und Manager. Nach FW-Ansicht haben die Betroffenen ihre Pflichten verletzt, gegen EU-Gesetze sowie andere Vorschriften verstoßen und sind zu hohe Risiken beim Kauf von Wertpapieren eingegangen.

Die FW und die SPD-Fraktion hatten bereits zum Jahresende 2009 wegen des Milliardendesasters der BayernLB in Österreich Strafanzeige gestellt. Hier ging es um den Kauf der österreichischen Skandaltochter Hypo Alpe Adria (HGAA) im Jahr 2007. Der Verwaltungsrat der Landesbank hatte die Übernahme der HGAA mit abgesegnet. Durch den Fehlkauf hatte der Freistaat 3,7 Milliarden Euro verloren - der Steuerzahler muss dafür geradestehen.

dpa

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