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In einem ersten Verfahren vor dem Landgericht München wird die BayernLB im Auftrag des Verwaltungsrates versuchen, mit einem Antrag auf dinglichen Arrest das Vermögen von Ex-Risikovorstand Gerhard Gribkowsky sicherzustellen.

BayernLB gegen Gribkowsky: Erster Prozess schon am Freitag

München – Die juristische Schlacht um die Millionen der ehemaligen BayernLB-Vorstände und -Verwaltungsräte beginnt schon an diesem Freitag, 25. März 2011. Das berichtet der Münchner Merkur in seiner Dienstag-Ausgabe.

In einem ersten Verfahren vor dem Landgericht München wird die BayernLB im Auftrag des Verwaltungsrates versuchen, mit einem Antrag auf dinglichen Arrest das Vermögen von Ex-Risikovorstand Gerhard Gribkowsky sicherzustellen. Das bestätigte ein Gerichtssprecher dem Münchner Merkur

Gribkowsky, der seit Anfang Januar in Untersuchungshaft sitzt, ist für Freitag nicht geladen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit dem Verkauf der Formel 1 vor. Die BayernLB hat ihren Ex-Vorstand auf Schadenersatz verklagt, weil er am Kauf der maroden österreichischen Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) beteiligt war, der der Bank 3,7 Milliarden Euro Verlust einbrachte.

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Zu den Vermögenswerten, die mit diesem Verfahren gesichert werden sollen, gehören das mutmaßliche Bestechungsgeld von 50 Millionen Dollar in Gribkowskys österreichischer Stiftung, ein Wohnblock in Berlin und seine Villa im Raum München. Laut Finanzkreisen will die Bank 200 Millionen Euro von ihren Ex-Vorständen, 105 Millionen soll die Managerhaftpflichtversicherung abdecken. Ein Sprecher der BayernLB wollte sich nicht äußern.

mm

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