BayernLB gerät in den Streit um den Baukonzern Züblin

München - Die BayernLB ist einem Pressebericht zufolge in den Konflikt um den Stuttgarter Baukonzern Züblin hineingeraten. In einem Schreiben an die Züblin-Belegschaft werfe der Großaktionär Lenz der BayernLB vor, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ein Paket von Züblin-Aktien erworben zu haben, welches später an den österreichischen Baukonzern Strabag ging.

Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (Montag). Die Industriellenfamilie Lenz stelle die Rechtmäßigkeit des Aktienerwerbs durch den zweiten großen Anteilseigner Strabag in Frage.

"Es wurde mit gezinkten Karten gespielt", zitiert die FTD aus dem Schreiben. Ihre Behauptungen stützt die Familie Lenz demnach auf neu aufgetauchte Dokumente und Verträge. In dem Brief kündigt der Großaktionär zudem an, er wolle den Züblin-Vorstand zwingen, Schadenersatzansprüche gegen die BayernLB durchzusetzen. Der Baukonzern Strabag lehnt dies laut Zeitung ab; die bayerische Landesbank bestreitet die Vorwürfe.

Die Strabag ist zu 57 Prozent an Züblin beteiligt, der Familie Lenz gehören die restlichen 43 Prozent. Die Strabag will Teile von Züblin mit ihren eigenen Deutschland-Aktivitäten fusionieren. Die Familie Lenz dagegen pocht auf Eigenständigkeit. dpa das/tw mf yyby n1 dl

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