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BayernLB

BayernLB: Haftungsansprüche gegen Verwaltungsrat

München - Der BayernLB-Vorstand will an diesem Montag über mögliche Schadenersatzansprüche gegen den früheren Verwaltungsrat im Zusammenhang mit dem Kauf der Skandalbank HGAA und verlustreichen ABS-Papieren informieren.

 Der amtierende BayernLB-Verwaltungsrat hatte bereits entschieden, dass er gegen die damaligen Vorstände Schadenersatz geltend machen will. Ob auch die früheren Verwaltungsräte zur Rechenschaft gezogen werden sollen, will BayernLB-Chef Gerd Häusler nun bekanntgeben. Das teilte die Landesbank am Sonntag in München mit. Nach Informationen des “Handelsblatts“ strebt der Vorstand wegen der Verluste mit den ABS-Papieren keine Schadenersatzklagen gegen frühere Verwaltungsräte an. Die aktuelle Führung sei zu dem Schluss gekommen, dass es für Klagen keine Anspruchsgrundlage gebe, berichtet das Blatt (Montag) und beruft sich auf Finanzkreise. Ein Sprecher der Landesbank wollte sich am Sonntag nicht zu dem Bericht äußern.

Nach Angaben der Zeitung muss den Kontrolleuren in solchen Fällen grundsätzlich - anders als einem Vorstand - grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden. Die Verluste im Geschäft mit strukturierten ABS-Papieren hatten die Landesbank an den Rand des Kollaps gebracht, sie musste mit zehn Milliarden Euro vom Staat gestützt werden. Im Verwaltungsrat saßen damals mehrere prominente CSU-Politiker, unter anderem Ex-Finanzminister Erwin Huber, Altministerpräsident Günther Beckstein und Ex-Finanzminister Kurt Faltlhauser (alle CSU). Der Fehlkauf der maroden Hypo Alpe Adria (HGAA) kostete den Freistaat mehr als 3,7 Milliarden Euro.

Der Vorsitzende des BayernLB-Untersuchungsausschusses im Landtag, Thomas Kreuzer (CSU), macht den früheren Vorstand für das Milliardendebakel der Landesbank verantwortlich. Der Vorstand hätte die marode HGAA im Jahr 2007 nicht kaufen dürfen. Ob auch die damaligen Bank-Aufseher für den HGAA-Fehlkauf mitverantwortlich gemacht werden könnten, sei aber unklar, sagte Kreuzer vor wenigen Tagen.

dpa

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