BayernLB kürzt Mitarbeitern Jahresbonus - Bis zu 20 Prozent weniger - Verdi: "Moralisch verwerflich"

München - Die von Auswirkungen der US-Hypothekenkrise betroffene Bayerische Landesbank (BayernLB) kürzt ihren Beschäftigten die jährliche Bonuszahlung.

Während der Freistaat und die bayerischen Sparkassen als Eigentümer des Instituts eine Gewinnausschüttung für 2007 etwa in Höhe des Vorjahres erhalten sollen, wird der Bonus an die Mitarbeiter "zehn bis 20 Prozent" niedriger als im Vorjahr ausfallen, wie der "Münchner Merkur" (Mittwochausgabe) aus Bankenkreisen erfuhr. Für das Jahr 2006 hatte das Institut insgesamt 120 Millionen Euro an die Eigentümer ausgeschüttet und 75 Millionen Euro als Bonuszahlung an die Mitarbeiter.

Klaus Grünewald, Bankenexperte der Gewerkschaft Verdi in München, kritisierte die Kürzung gegenüber dem "Münchner Merkur": "Moralisch halte ich das für verwerflich, rechtlich ist es nicht zu beanstanden." Ein Sprecher der BayernLB erklärte, die Bonuszahlungen seien von der individuellen Leistung abhängig und hätten nicht unmittelbar mit der Dividende zu tun. Zudem sei noch kein Beschluss zur Dividende erfolgt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Als Kundin bei Aldi ans Tiefkühlfach tritt, macht sie wirklich verwirrende Entdeckung
Eine Aldi-Kundin hat am Tiefkühlregal eine verwirrende Entdeckung gemacht. 
Als Kundin bei Aldi ans Tiefkühlfach tritt, macht sie wirklich verwirrende Entdeckung
Deutscher Aktienmarkt bleibt im Aufwind
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben auch zur Wochenmitte ihren Optimismus beibehalten. Der Leitindex Dax baute am Mittwoch seine …
Deutscher Aktienmarkt bleibt im Aufwind
EU führt eigene Schutzzölle auf Stahlprodukte ein
Die neuen US-Zölle zeigen die befürchteten Nebenwirkungen. In der EU gibt es erste Anzeichen für eine "Stahlschwemme" aus Ländern wie China. Nun wird mit Schutzzöllen …
EU führt eigene Schutzzölle auf Stahlprodukte ein
Brüssel überzieht Google mit Rekordstrafe
EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager lässt Google nicht vom Haken: Nach einer ersten Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Dollar soll der Internet-Konzern im …
Brüssel überzieht Google mit Rekordstrafe

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.