Bayern LB-Milliarden-Desaster kommt vor Gericht

München  - Im Skandal um die Milliardenverluste von Bayerns Landesbank bei der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGGA) will die Münchner Staatsanwaltschaft im kommenden Jahr Anklage erheben.

Vor Gericht stehen sollen der früheren Vorstandschef Werner Schmidt und weitere ehemalige Manager der Bayern LB. Ihnen wird vorgeworfen, die HGAA bewusst zu einem weit überhöhten Preis gekauft und dadurch der Bayern LB schwer geschadet zu haben, berichtet die “Süddeutsche Zeitung“ (Freitagausgabe). Außerdem sollen Schmidt und weitere Manager den einstigen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider bestochen haben, um die HGAA zu bekommen.

Der Freistaat Bayern und die Landesbank haben bei der in Klagenfurt ansässigen Hypo Alpe Adria insgesamt 3,7 Milliarden Euro verloren. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt den Landesbank-Vorstand, wissentlich mehrere hundert Millionen Euro zu viel für die HGAA gezahlt zu haben. An dem Geschäft sollen damals private Investoren, darunter namhafte Industrielle aus Deutschland und Österreich, mehr als 100 Millionen Euro verdient haben. Schmidt und die anderen Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück.

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