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Zentrale der BayernLB in München: Die Landesbank hat im vergangenen Jahr wegen ihrer Aufräumarbeiten im Ausland wieder tiefrote Zahlen geschrieben. Foto: Andreas Gebert/Archiv

BayernLB muss hohen Verlust für 2014 verkünden

Altlasten im Ausland haben der BayernLB auch im vergangenen Jahr einen hohen Verlust eingebrockt. Landesbank-Chef Riegler muss am Mittwoch wohl einen Milliardenverlust verkünden. Dieses Jahr soll nach dem großen Kehraus aber endlich besser laufen.

München (dpa) - Die BayernLB hat im vergangenen Jahr wegen ihrer Aufräumarbeiten im Ausland wieder tiefrote Zahlen geschrieben. Bei der Bilanzpressekonferenz an diesem Mittwoch in München wird die Landesbank nach Einschätzung in Branchenkreisen voraussichtlich einen Milliardenverlust für 2014 verkünden.

Verantwortlich dafür ist neben dem verlustreichen Verkauf der ungarischen Tochter MKB vor allem das Debakel um die einstige Österreich-Tochter Hypo Alpe Adria (HGAA). Für das Kerngeschäft dürfte Bankchef Johannes-Jörg Riegler aber gute Zahlen vorlegen.

Der dickste Brocken in der Bilanz ist wieder einmal die HGAA: Die BayernLB wartet seit mehr als zwei Jahren vergeblich auf die Rückzahlung von 2,4 Milliarden Euro von der Bank und wird nun voraussichtlich in ihrer Bilanz Vorsorge für den Zahlungsausfall treffen. Von den Problemen mit der HGAA sind inzwischen auch etliche andere Banken in Deutschland betroffen, da Österreich vor drei Wochen die Abwicklungsanstalt der maroden Bank stillgelegt und Zahlungen gestoppt hatte.

Mit Rückstellungen für den Streit mit Österreich würde die BayernLB aber ihre schwerste Altlast los. Die HGAA gehörte von 2007 bis 2009 zur BayernLB und hatte während dieser Zeit die Milliardensummen aus München erhalten. Seit Ende 2012 streiten sich beide Seiten darum, ob das Geld zurückgezahlt werden muss. Da Österreich die Bank aufgelöst hat, sieht die BayernLB das Land für die Zahlung in der Pflicht.

Im November hatte die BayernLB das Nachbarland zur sofortigen Zahlung aufgefordert und Klage beim Handelsgericht in Wien eingereicht. Auch vor dem Landgericht München läuft bereits seit mehr als einem Jahr ein Prozess darüber. Die Verhandlung wird Anfang Mai fortgesetzt. In ihrer Bilanz hatte die Landesbank aber bislang keine Rückstellungen gebildet.

Auch die ungarische Tochter MKB hatte der BayernLB jahrelang nur Probleme gemacht und wurde schließlich verkauft: Im Sommer gab die Landesbank die Tochter für 55 Millionen Euro an den ungarischen Staat ab und verzichtete im Gegenzug auf hohe Forderungen. Die teure Trennung bescherte der Landesbank im dritten Quartal unterm Strich einen Verlust von 714 Millionen Euro. Damit ergab sich schon für die ersten neun Monate ein Minus von mehr als einer halben Milliarde.

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