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BayernLB.

Hypo Group Alpe Adria-Darlehen

BayernLB erwartet Rückzahlung

München - Zinszahlung überwiesen: Die österreichische Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) kommt ihren Verpflichtungen gegenüber ihrer ehemaligen Konzernmutter, der Bayerischen Landesbank nach.

Erst am Dienstag überwies die inzwischen von Österreich verstaatlichte HGAA eine fällige Zinszahlung an die BayernLB. Das geht aus einem Brief von Landesbankchef Gerd Häusler an den Präsidenten des bayerischen Sparkassenverbands, Theo Zellner, hervor, der dem MÜNCHNER MERKUR (Donnerstagsausgabe) in Auszügen vorliegt.

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In Österreich wird derzeit spekuliert, ob die HGAA einen von der Konzernmutter gewährten Kredit über etwa drei Milliarden Euro nicht zurückzahlen wird. Ein Gutachten hatte ergeben, dass der Kredit möglicherweise als verdeckte Eigenkapitalhilfe gewertet werden könnte, die nicht zurückgezahlt werden muss. Während ein Sprecher der HGAA dem MÜNCHNER MERKUR gesagt hatte, dass diese Möglichkeit bis zum Jahresende geprüft werde, sieht Häusler diese Gefahr laut seines Briefes nicht. Gleich zu Beginn des Schreibens stellt er klar, dass „Gerüchte, bei den der HGAA zur Verfügung gestellten Refi-Mittel handle es sich um Eigenkapital ersetzende Darlehen, jeder rechtlichen Grundlage entbehren“. Nach Kenntnissstand der BayernLB habe die HGAA zum Zeitpunkt der Verstaatlichung alle Vorgaben zur Höhe ihres Eigenkapitals erfüllt.

Bei der BayernLB hatte man stets betont, man befürchte nicht, dass die HGAA das Darlehen nicht pünktlich Ende kommenden Jahres zurückzahlen werde. Schließlich habe die Bank auch immer die Zinsen für das Darlehen gezahlt. Zuletzt sei dies am 18. September geschehen, heißt es in Häuslers Schreiben. „Weder die HGAA, noch die Regierung in Wien haben bislang diese Zahlungsverpflichten in Zweifel gezogen.“

Martin Prem

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