1860 trauert um „Atom-Otto“

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BayernLB sieht sich im Rennen ums Rating auf der Zielgeraden

- München - Bei der Bayerischen Landesbank stehen die Rating-Agenturen vor der Tür. Die erste wird bereits in dieser Woche anklopfen, doch Werner Schmidt, der Chef des Kreditinstituts, hat keine Angst. Die Note "A +" ist Schmidts Klassenziel, "mindestens", wie er betont. Ein gründlicher Konzernumbau, die Konzentration aufs bayerische Kerngeschäft, die engere Zusammenarbeit mit den Sparkassen und der Abbau von rund 1000 Arbeitsplätzen rücken das Rating-Ziel in Reichweite.

<P>Noch verfügt das Institut, das je zur Hälfte den bayerischen Sparkassen und dem Freistaat gehört, dank bislang gewährter Staatsgarantien über erstklassige Noten in Sachen Finanzkraft. Ab 2005 jedoch steht die Landesbank voll im Wettbewerb zur privaten Konkurrenz - und darauf gilt es sich vorzubereiten. Denn vom Rating hängt es ab, wie teuer für die Landesbank ihre eigene Refinanzierung wird, und damit, wie profitabel sie künftig arbeiten kann. <BR><BR>Verwaltungskosten und Personalkosten wurden schon im vergangenen Jahr deutlich (um 11 % bzw. 10,4 Prozent) gedrückt. Gespart wurde auch bei den Niederlassungen: Alle inländischen außerhalb Bayerns wurden kurzerhand geschlossen, im Ausland blieben nur Repräsentanzen in Peking und Mexiko City übrig. Das Geschäftsvolumen hat die BayernLB zurückgefahren, und zwar um 28,4 Milliarden auf 331,9 Milliarden Euro. Kritisch betrachtet die Bank die Bereiche Gewerbeimmobilien sowie Klinik- und Flugzeugfinanzierungen. Vor allem wurden laut Schmidt risikobehaftete Engagements im Ausland beendet. Die Risikovorsorge bleibt dennoch hoch, wenngleich netto deutlich weniger neu dazu kam: Wurden 2002 noch 2,25 Milliarden Euro in die Risikovorsorge eingestellt, waren es 2003 "nur" 953 Millionen Euro. Insgesamt summierte sich der Vorsorgebestand auf stolze 5,038 Milliarden Euro, das waren 2,2 Prozent des gesamten Kreditvolumens.<BR><BR>Schmidt rechnet damit, dass die Risikovorsorge im laufenden Jahr deutlich reduziert werden kann, um 400 bis 600 Millionen Euro. Damit wäre man auf dem Weg zum "A +"-Rating einen wichtigen Schritt weiter. Dann nämlich, so Schmidt, läge die Eigenkapital-Rendite vor Steuern im zweistelligen Bereich. Heute sind es 4,9 Prozent, langfristig werden 15 Prozent angepeilt. "Jetzt gilt besonderes Augenmerk der Stabilisierung der Erlöse", kündigte Schmidt an. Was den Gewinn angeht, zeigte er sich für 2004 - auch angesichts guter Zahlen fürs erste Quartal - zuversichtlich. Schon im vergangenen Jahr war das operative Ergebnis von 203 auf 547 Millionen Euro gestiegen. Allerdings brach der Jahresüberschuss, unter anderem wegen Restrukturierungsaufwendungen, von 255 auf 79 Millionen Euro ein.<BR><BR>Noch im laufenden Jahr will die Landesbank den Löwenanteil ihres Konzern-Umbauprojekts abgeschlossen haben, auch den Stellenabbau. Bislang wurde bereits die Hälfte der geplanten rund 1000 Arbeitsplätze gestrichen. Die noch ausstehenden Stellen sollen nicht wie geplant bis 2007, sondern schon in diesem Jahr wegfallen. "Wir versuchen, alles einvernehmlich zu lösen, auch wenn es Geld kostet", sagte der BayernLB-Chef. Wenn das nicht klappt, seien aber auch Kündigungen nicht ausgeschlossen.<BR><BR></P>

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