BayernLB: Staatsanwalt wehrt sich gegen Vorwürfe

München - Nach dem Debakel bei der BayernLB hat die Staatsanwaltschaft München den Vorwurf der Untätigkeit zurückgewiesen.

“Wir sind nicht untätig, sondern ermitteln umfassend“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in München. Der Bund der Steuerzahler in Bayern hatte der Behörde vorgeworfen, nichts zur Aufarbeitung des Milliardendesasters unternommen zu haben.

Lesen Sie dazu auch:

Weiter kein Geld aus Österreich für BayernLB-Tochter

Fahrenschon: Keine neuen Schulden wegen BayernLB

Der Verein habe vor genau einem Jahr eine Anzeige wegen des Verdachts der Untreue gegen frühere und aktuelle Vorstandsmitglieder gestellt, passiert sei aber seitdem nichts. “Dem Bund der Steuerzahler wurde als Anzeigenerstatter bis zum heutigen Tage noch nicht einmal ein Aktenzeichen mitgeteilt“, erklärte der Steuerzahlerbund. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft widersprach den Vorwürfen und verwies auf die laufenden Ermittlungen. Erst im Oktober hatte eine Razzia der Staatsanwaltschaft München bei der BayernLB im Zusammenhang mit der milliardenschweren Beteiligung an der Hypo Alpe Adria für Schlagzeilen gesorgt.

Die Ermittler prüfen, ob beim Erwerb der Mehrheitsbeteiligung vor zwei Jahren bewusst ein zu hoher Kaufpreis gezahlt wurde. Gegen den früheren BayernLB-Chef Werner Schmidt wird deshalb wegen des Verdachts der Untreue ermittelt, er bestreitet die Vorwürfe jedoch.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kartellvorwürfe: Durchsuchungen bei BMW in München
Aufregung um deutsche Autobauer: Einem Medienbericht zufolge durchsuchen Ermittler Räumlichkeiten von BMW. Der Grund: Kartellvorwürfe.
Kartellvorwürfe: Durchsuchungen bei BMW in München
Anleger verlässt der Mut - Dax unter 13 000 Punkten
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt hat zum Wochenschluss doch noch der Mut verlassen. Ungeachtet neuer Rekorde an den US-Börsen gab der Dax …
Anleger verlässt der Mut - Dax unter 13 000 Punkten
Immer mehr Firmen verlegen ihren Sitz aus Katalonien
Madrid (dpa) - Seit der Zuspitzung der Katalonien-Krise Anfang Oktober haben 1185 Unternehmen ihren rechtlichen Sitz in andere spanische Regionen verlegt. Diese Zahl …
Immer mehr Firmen verlegen ihren Sitz aus Katalonien
Verkauf von Teilen Air Berlins an Easyjet noch offen
Nach der Vereinbarung mit Lufthansa wird die Zeit für den Verkauf der übrigen Air-Berlin-Teile knapp. Mit Easyjet wurde die insolvente Fluggesellschaft bislang nicht …
Verkauf von Teilen Air Berlins an Easyjet noch offen

Kommentare