BayernLB stellt sich auf Milliarden-Verlust ein

München - Die BayernLB stellt sich für dieses Jahr auf einen Verlust von mehr als einer Milliarde Euro ein. Das teilte die zweitgrößte deutsche Landesbank am Dienstag in München mit.

Vor allem die hohe Risikovorsorge und zu erwartende Wertberichtigungen für die österreichische Problem-Tochter Hypo Group Alpe Adria dürften das Konzernergebnis im vierten Quartal “in erheblichem Umfang belasten“, hieß es.

Daneben müsse die Bank den Wert ihrer Tochter berichtigen und teilweise abschreiben. Derzeit untersuchen Wirtschaftsprüfer das Kreditportfolio der HGAA. Die Tochter der BayernLB erwartet einen Jahresverlust von deutlich mehr als einer Milliarde Euro. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 10. Dezember will die HGAA über Kapitalmaßnahmen beraten.

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Laut BayernLB wird eine Kapitalzufuhr unumgänglich sein. Die HGAA verdirbt ihrer Konzernmutter damit das laufende Jahr. In den ersten drei Quartalen konnte die BayernLB, die im vergangenen Jahr nach Milliardenverlusten vom Freistaat gerettet werden musste, sich aus den roten Zahlen befreien und einen Vorsteuergewinn von 367 Millionen Euro erwirtschaften.

Im Vorjahreszeitraum war noch ein Minus von 1,7 Milliarden Euro angefallen. Das dritte Quartal 2009 war zwar bereits von einer erhöhten Risikovorsorge für die HGAA belastet. Die BayernLB konnte vor Steuern allerdings noch 16 Millionen Euro Gewinn verbuchen.

dpa

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