Bayern LB trennt sich von LBS

München - Seit dem Neujahrstag gehört die LBS nicht mehr zur Landesbank. Die bayerischen Sparkassen, die schon bisher die Bausparverträge vertrieben haben, sind nun auch Eigentümer.

Die bayerische Landesbausparkasse LBS hat den Besitzer gewechselt. Zum Jahreswechsel ging die LBS von der Bayern LB an die bayerischen Sparkassen über. Auf Druck der EU musste die Landesbank die LBS verkaufen. Vor drei Wochen hatten Sparkassenpräsident Theo Zellner und Bayern LB-Vorstand Edgar Zoller den Kaufvertrag unterschrieben. Den Kaufpreis von rund 818 Millionen Euro mussten die Sparkassen zum Jahresende überweisen. Die BayernLB muss davon einen Teil der Staatshilfen zurückzahlen, mit denen sie vor der Pleite gerettet wurde.

Die LBS bewertete den Besitzerwechsel positiv, da die Sparkassen als bisheriger Hauptvertriebspartner nun auch der Alleineigentümer seien. „Unsere seit jeher ausgezeichnete Verbindung zu den Sparkassen ist nun noch enger“, erklärte LBS-Vorstandschef Franz Wirnhier am Dienstag. Für die Kunden ändert sich nach Angaben der LBS durch den Wechsel nichts. Auch Sparkassenverbandchef Zellner äußerte sich am Neujahrstag positiv über die Übernahme: „Die Landesbausparkasse ist ein wichtiger Vertrauensgeber für unsere Kunden und ergänzt unsere Finanzdienstleistungen.“

Die Sparkassen übernehmen die LBS zu einem günstigen Zeitpunkt: Wegen des anhaltenden Immobilienbooms fuhr die Bausparkasse im vergangenen Jahr das höchste Neugeschäft mit Bausparverträgen in ihrer Geschichte ein: 8,4 Milliarden Euro (+ 1,6 Prozent). Auch für das Jahr 2013 rechnet die LBS mit einem Neugeschäft in der Größenordnung des Vorjahres.

dpa

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