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BayernLB verkündet Sparmaßnahmen: bis zu 350 Stellen fallen weg

München - Die von der internationalen Finanzkrise schwer belastete BayernLB will in den kommenden Jahren ihre Kosten senken und plant den Abbau von weiteren Arbeitsplätzen.

Wie die Bank am Mittwoch mitteilte, sollen bis 2010 etwa 300 bis 350 Mitarbeiter gehen. Bereits Anfang des Jahres hatte die BayernLB bekanntgegeben, sich von 80 Mitarbeitern im Bereich Financial Markets (Wertpapierhandel) trennen zu wollen. Ein Sprecher der Bank sagte auf Anfrage, nach jetzigem Stand werde es bei den insgesamt 430 Stellen bleiben. Ein weiteres Sparprogramm sei im Moment nicht geplant. "Aber wir sehen die Optimierung der Kosten als Daueraufgabe".

Bis Ende 2010 will die BayernLB die jährlichen Kosten um insgesamt 150 Millionen Euro drücken. Vorgesehen sind vor allem Einschnitte in der Verwaltung, darunter auch bei den Personalkosten. Davon soll der größte Teil im kommenden Jahr umgesetzt werden. In einem ersten, bereits eingeleiteten Schritt sollen 50 Millionen Euro an Ausgaben durch die Neuorganisation des Geschäftsfeldes Financial Markets wegfallen. Phase Zwei sieht die Einsparung von weiteren 100 Millionen Euro durch Kürzungen in der Verwaltung vor. Davon entfallen zwei Drittel auf Sachkosten, der Rest soll beim Personal eingespart werden. Die BayernLB will die Kürzungen vor allem über die natürliche Fluktuation sowie einvernehmliche Regelungen mit den Mitarbeitern umsetzen. Der Sprecher der Bank betonte, dies seien die bevorzugten Wege. "Der Vorstand schließt betriebsbedingte Kündigungen im Einzelfall aber nicht aus." Der Abbau der 80 Stellen in den Wertpapierhandelsabteilungen habe darüber hinaus nichts mit der gegenwärtigen Krise zu tun, sondern sei bereits im vergangenen Jahr beschlossen worden.

Die SPD im bayerischen Landtag kritisierte die geplanten Stellenstreichungen. "Auf dem Rücken der Arbeitnehmer werden nun die schweren Fehler der Manager und die Wertverluste von 4,5 Milliarden Euro ausgetragen", sagte die SPD-Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Untersuchungsausschusses Landesbank, Adelheid Rupp, laut Mitteilung. Gefragt sei nun ein vernünftiges Geschäftsmodell für die BayernLB.

Finanzminister Erwin Huber (CSU) sei aufgefordert, die von ihm verschuldete Krise der BayernLB zu überwinden und ein tragfähiges Modell vorzulegen sowie umzusetzen. Auf der Bilanzpressekonferenz Anfang April hatte die BayernLB bekanntgegeben, im Zuge der Finanzkrise mit Wertberichtigungen in Höhe von knapp 4,3 Milliarden Euro zu kämpfen. Mittlerweile hat sich dieser Betrag auf knapp 4,5 Milliarden Euro erhöht. Der Freistaat und die Sparkassen als Eigentümer sowie die BayernLB müssen nun einen Risikoschirm über sechs Milliarden Euro aufspannen, um mögliche Ausfälle abfangen zu können. Die Landtags-Opposition wirft der Staatsregierung vor, ihren Aufsichtspflichten bei der BayernLB nicht genügend nachgekommen zu sein.

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