BayernLB vollzieht Milliarden-Kauf

München - Während die Gespräche über eine mögliche Fusion von Landesbanken in Deutschland laufen, hat die BayernLB ihre Milliarden-Übernahme in Österreich vollzogen. Der Kauf von 50 Prozent plus einer Aktie an der Kärntener Hypo Group Alpe Adria für 1,625 Milliarden Euro ist gestern abgeschlossen worden.

 "Damit ist die Hypo Group Alpe Adria ab sofort ein maßgeblicher Bestandteil der BayernLB-Gruppe", erklärte Landesbank-Chef Werner Schmidt. Mit der Übernahme erschließt sich das Institut den südosteuropäischen Markt. Die österreichische Bank mit 1,1 Millionen Kunden ist etwa in Slowenien, Kroatien und Serbien stark aufgestellt. "Unsere Kunden und die Kunden der Sparkassen werden von der Präsenz in dieser Wachstumsregion profitieren", sagte Schmidt. Die BayernLB beschäftigt nun rund 17 000 Menschen.

Zuvor waren es gut 10 000. Es gebe keine Pläne zu Stellenabbau. Entscheidend für die Sicherheit von Stellen sei aber die Geschäftsentwicklung.

Der Vorstandsvorsitzende der Hypo Group Alpe Adria, Tilo Berlin, betonte die Bedeutung des süddeutschen Raums - "Bayerns, aber auch Baden-Württembergs" - für die Entwicklung der Bankengruppe. Zu einer möglichen Fusion der BayernLB mit der baden-württembergischen LBBW wollte er sich ebenso wie Schmidt aber nicht äußern. Die Landesregierungen von Bayern und Baden-Württemberg führen seit mehreren Wochen Gespräche über eine mögliche Fusion ihrer Landesbanken. 

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