BayernLB-Vorstand Gribkowsky abberufen

München - Die Milliardenbelastungen bei der BayernLB haben nach der Ablösung von BayernLB-Chef Werner Schmidt einen weiteren Manager das Amt gekostet.

Wie die BayernLB am Donnerstag vor Beginn ihrer Bilanz-Pressekonferenz in München mitteilte, hat der Verwaltungsrat der Bank in seiner Sitzung am Mittwochabend den für das Risikomanagement zuständigen Vorstand Gerhard Gribkowsky mit sofortiger Wirkung abberufen. Seine Aufgaben übernimmt sein Kollege Ralph Schmidt.

Gribkowsky gehörte dem Vorstand seit Anfang 2003 an. In den vergangenen Tagen war in Presseberichten allerdings immer wieder über seine Ablösung spekuliert worden. Gribkowsky wurde demnach für die Milliarden-Belastungen der Bank im Zuge der Finanzkrise mitverantwortlich gemacht. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" galt außerdem sein Verhältnis zum BayernLB-Verwaltungsratsvorsitzenden und bayerischen Sparkassenpräsidenten Siegfried Naser als zerrüttet.

Der neue BayernLB-Chef Michael Kemmer legt heute die Zahlen für 2007 vor. Die Belastungen durch die Kreditkrise könnten einem Zeitungsbericht zufolge nun aber doch nicht so hoch ausgefallen sein wie zunächst befürchtet. Statt wie befürchet auf rund vier Milliarden Euro summierten sich die Risiken und Wertberichtigungen laut Medienberichten bei der BayernLB nur auf etwa 2,3 Milliarden Euro.

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