BayernLB-Vorstand muss gehen

München - Die BayernLB hat sich nach verlustreichen Wertpapiergeschäften von einem Vorstandsmitglied und weiteren Mitarbeitern getrennt. Der Vertrag von Vorstand Dieter Burgmer, der bisher für das gesamte Handelsgeschäft der Bank mit dem Aktien- und Devisenhandel verantwortlich war, wurde fristlos aufgelöst. Auch ein oder mehrere verantwortliche Händler und zwei weitere Personen seien fristlos entlassen worden, hieß es in informierten Kreisen. Im zweiten Quartal soll die Bank beim Handel mit Aktien von Altana einen Verlust von bis zu 45 Millionen Euro erlitten haben.

Ein Bayern-LB-Sprecher bestätigte lediglich die Trennung von Burgmer, wollte sich zu den Hintergründen aber nicht äußern. Am Vortag hatte es eine Verwaltungsratssitzung der BayernLB gegeben, an der auch Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber und Finanzminister Kurt Faltlhauser teilnahmen. Dabei soll die Vertragsauflösung Burgmers beschlossen worden sein.

Es werde nun versucht, durch Versicherungsleistungen einen Teil der Verluste abzudecken, hieß es in den Kreisen. Die Bank habe umgehend die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht informiert und den Sachverhalt in enger Kooperation mit ihren Wirtschaftsprüfern aufgeklärt.

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