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Johannes-Jörg Riegler; Vorstandschef der BayernLB, kann nun wieder ohne Sonderauflagen agieren. Foto: Andreas Gebert

Nach Jahren der Schrumpfung

BayernLB will ein bisschen größer werden

München (dpa) - Die vor Jahren von der EU zur Schrumpfung verdonnerte bayerische Landesbank wächst wieder. Im ersten Halbjahr stieg die Bilanzsumme von 212 auf knapp 221 Milliarden Euro, ein Plus von vier Prozent, wie Vorstandschef Johannes-Jörg Riegler mitteilte.

Auch der Nettogewinn legte im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2016 von 314 auf 330 Millionen Euro zu.

Die Ende des vergangenen Jahrzehnts im Zuge der Finanzkrise von der Pleite bedrohte BayernLB war kürzlich von der EU vorzeitig aus einem jahrelangen Beihilfeverfahren entlassen worden. Sie kann nun wieder ohne Sonderauflagen agieren. Eine wesentliche Auflage war die Verkleinerung der Bank und die Schrumpfung der Bilanzsumme von einst mehr als 400 Milliarden Euro um die Hälfte gewesen.

Nun will die Landesbank ihre Geschäfte wieder ausbauen, allerdings ohne die riskanten Abenteuer der Vergangenheit: "Dazu arbeiten wir bereits seit einiger Zeit an verschiedenen strategischen Initiativen, um weitere Ertragspotenziale für die BayernLB zu erschließen, ohne unser konservatives Risikoprofil aufzuweichen", erklärte Riegler.

Haupteigentümer ist nach wie vor der Freistaat Bayern, Finanzminister Markus Söder (CSU) erteilte Rieglers Kurs seinen Segen. "Wir brauchen eine starke Bank für die Wirtschaft und Industrie in Bayern und Deutschland", erklärte er.

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