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Die BayernLB hat sich den Zugriff auf Gerhard Gribkowskys Vermögen gesichert.

BayernLB will an Gribkowskys Vermögen

München - Die BayernLB hofft auf Schadenersatz in Millionenhöhe von ihrem ehemaligen Risikovorstand Gerhard Gribkowsky. Die Bank hat sich bereits den Zugriff auf sein Vermögen sichern lassen.

Wenige Tage vor dem Beginn des Strafprozesses gegen den früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky hat sich die Bank den Zugriff auf dessen Vermögen gesichert. Ein Arrestantrag, durch den das gesamte Vermögen von Gribkowsky gesichert ist, sei nun rechtskräftig, sagte ein Sprecher der Bank am Montag in München und bestätigte damit einen Bericht der “Süddeutschen Zeitung“ (Montag). Gribkowsky habe seinen Einspruch gegen das Urteil zurückgezogen.

Gribkowsky muss sich vom kommenden Montag (24. Oktober) an unter anderem wegen Bestechlichkeit und Untreue vor dem Münchner Landgericht verantworten. Der Manager soll in seiner Amtszeit als Risikovorstand bei der Bank heimlich mehr als 40 Millionen Dollar von Bernie Ecclestone, dem Chef der Formel 1, kassiert haben. Als Gegenleistung soll Gribkowsky den Verkauf der Formel-1-Anteile an den Finanzinvestor CVC im Sinne Ecclestones gesteuert haben. Der BayernLB soll dadurch ein Schaden von knapp 66,5 Millionen Dollar entstanden sein.

Um sicher zu gehen, dass Gribkowsky sein Vermögen bis zum Abschluss des Prozesses nicht versteckt oder verbraucht, hat die BayernLB dieses einfrieren lassen. “Das bedeutet: Der Beklagte kann auf sein Vermögen (Bankguthaben, Immobilien etc.) weder zugreifen noch hierüber verfügen“, hatte das Landgericht München bei der Verkündung der Entscheidung über den Arrestantrag im Mai erklärt. Das Gericht sah nach eigenen Angaben Anhaltspunkte dafür, dass die BayernLB ohne die Sicherung des Vermögens Probleme bekommen könnte, an ihr Geld zu kommen.

Die Zivilkammer kam zu dem Schluss, dass der BayernLB wegen des Bestechungsvorwurfs wahrscheinlich Schadenersatz zusteht. “Das Gericht ist überzeugt, dass zwischen dem Verkauf der Formel-1-Anteile und den finanziellen Zuwendungen an den Kläger ein unmittelbarer Zusammenhang besteht.“ Gribkowsky habe das Geld durch seine Arbeit für die BayernLB erhalten und müsse es an diese herausgeben.

Nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung“ hat die BayernLB mit dem nun rechtskräftigen Urteil bis zu einer Höhe von knapp 31,5 Millionen Euro Zugriff auf Gribkowskys Vermögen. Im dem Pfändungs-Urteil seien Konten von Gribkowsky bei mehreren Kreditinstituten aufgeführt. Dazu komme ein Aktiendepot, ein Grundstück im Raum München, eine Wohnung in Bremen, ein großer Wohnblock in Berlin mit mehreren hundert Mietern, Autos, wertvolle Uhren und eine Weinsammlung.

dpa

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