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Tarifkonflikt beigelegt: Nach Warnstreiks wie auf dem Bild im April bei der Spaten-Franziskaner-Brauerei in München liegt für die Bierbrauer jetzt die Einigung auf dem Tisch.

Streikgefahr gebannt: Brauer bekommen drei Prozent mehr Geld

München - Die Streikgefahr im bayerischen Braugewerbe ist gebannt. Die Brauer bekommen rückwirkend zum 1.Mai drei Prozent mehr Lohn - und werden mit der Tarifeinigung im Rücken ohne Unterbrechung weiter arbeiten.

Gewerkschaftsvertreter und Arbeitgeber einigten sich am Donnerstag in Ismaning nach vier Verhandlungsrunden auf einen neuen Branchentarifvertrag, der rückwirkend zum 1. Mai eine Anhebung der Löhne und Gehälter um drei Prozent vorsieht.

Wie Hans Hartl, der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sagte, erhalten die rund 10 000 Beschäftigten zudem eine Einmalzahlung von netto 100 Euro beziehungsweise 230 Euro, wenn sie in München arbeiten. Auszubildende bekommen Einmalzahlungen von 50 beziehungsweise 115 Euro.

“Für uns ist das ein großer Erfolg“, sagte Hartl. Die NGG hatte zwar sechs Prozent mehr Geld gefordert. Wichtig für sie war jedoch auch die Wiedereinsetzung des Bundesrahmentarifvertrags, den die Arbeitgeber gekündigt hatten. Er tritt rückwirkend zum 1. September 2010 wieder in Kraft und soll zunächst bis Ende 2013 gelten.

“Ich sehe das als Gesamtpaket, und im Vergleich zu anderen Branchen ist unser Abschluss sehr gut.“ Franz Katzenbogen, Vorsitzender der Tarifgemeinschaft der bayerischen Brauwirtschaft, sprach dagegen von einem “schmerzhaften“ Verhandlungsergebnis. “Für uns ist das eine empfindliche Lohnerhöhung“ sagte er. Die Arbeitgeber hatten ursprünglich 2,1 Prozent mehr Geld angeboten und auf den sinkenden Bierkonsum verwiesen. Die Brauer sagten zudem zu, Auszubildende künftig auf jeden Fall für sechs Monate zu übernehmen. Der Tarifstreit war von zahlreichen Warnstreiks begleitet worden.

dpa

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