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Bayerns Firmen fühlen sich stark wie nie

Jobwunder? - München - Bayerns Firmen strotzen vor Zuversicht ­- und die Konjunkturdaten geben ihnen Recht. Im Wirtschaftsministerium hofft man heuer auf ein "Jobwunder". Das steht und fällt aber mit der Forderung der Gewerkschaften nach massiven Lohnerhöhungen, warnt das Arbeitgeber-Lager.

Bayerns Firmen strotzen vor Zuversicht ­ und die Konjunkturdaten geben ihnen Recht. Im Wirtschaftsministerium hofft man heuer auf ein "Jobwunder". Das steht und fällt aber mit der Forderung der Gewerkschaften nach massiven Lohnerhöhungen, warnt das Arbeitgeber-Lager.

3000 Firmen haben für die Konjunkturumfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) ihre Einschätzung der Lage sowie ihre Geschäftserwartung dargelegt ­ mit rekordverdächtigen Ergebnissen: Fast jedes zweite Unternehmen bewertet seine Lage als gut; nur jedes zehnte ist unzufrieden. Und bei den Erwartungen für die weitere Entwicklung zeigt sich zunehmender Optimismus. Knapp 30 Prozent sind zuversichtlich, neun Prozent befürchten schlechtere Geschäfte. Bei der vorangegangenen Umfrage im Herbst 2006 war die Zahl der Optimisten noch fünf Prozentpunkte niedriger, die der Pessimisten fünf Punkte höher. Ähnlich gut wie im gesamten Freistaat sieht die Lage in Oberbayern aus. Und das schlägt sich auf den Arbeitsmarkt nieder.

Etwa jedes vierte Unternehmen will mehr investieren ­ nicht nur, um alte Maschinen auszutauschen, sondern auch, um die Kapazitäten zu erweitern. "Das ist ein klares Signal für den Arbeitsmarkt", erklärte BIHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Dörfler. "Das heißt, dass die Unternehmen nicht nur Maschinen, sondern auch zusätzliches Personal benötigen." Dementsprechend will gut jeder fünfte Betrieb in Bayern Mitarbeiter einstellen ­ nur halb so viele rechnen mit Personalabbau. Dörfler erwartet vor allem in der Industrie sowie bei unternehmensnahen Dienstleistern viele neue Arbeitsplätze.

Das positive Bild zeigt sich auch in der amtlichen Statistik. Die Wirtschaft ist im vergangenen Jahr in Bayern um 2,5 Prozent gewachsen. Erstmals betrug die Wirtschaftsleistung mehr als 400 Milliarden Euro ­ auch dank Rekordexporten von über 140 Milliarden Euro. "Die Unternehmen investieren wieder. Im Mittelstand herrscht Aufbruchstimmung", erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber. 2006 seien 100\x0f000 Arbeitsplätze im Freistaat entstanden. Zwar lag Bayern mit einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent nur im deutschen Durchschnitt. Spitzenreiter Sachsen erreichte vier Prozent. Aber das sei durch Einzeleffekte zu erklären. So hätten etwa Einzelhandel und Gastgewerbe in Bayern unterdurchschnittlich abgeschnitten. Im langfristigen Länder-Vergleich liege der Freistaat vorne.

Damit gab Huber eine Steilvorlage für Lohnforderungen der Gewerkschaften. Doch Dörfler warnte: Die Erfolge bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit seien auch auf die Lohnzurückhaltung der letzten Jahre zurückzuführen. Daran würden sich die Gewerkschaften mit hohen Lohnforderungen versündigen. Auch Huber sprach sich für "maßvolle" Lohnforderungen aus. Aber er forderte "Vernunft auf beiden Seiten": "Wenn sich die Wirtschaft insgesamt so gut entwickelt, ist klar, dass die Arbeitnehmer daran teilhaben."

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