Bayerns Händler setzen auf Optimismus

- München - Bayerns Einzelhändler setzen auf Optimismus. "Der Konsumstau beginnt sich aufzulösen. Wir spüren, dass die Menschen wieder ein bisschen Vertrauen haben", sagte Erich Vorwohlt, Präsident des Landesverbands des Bayerischen Einzelhandels (LBE). Nach drei Jahren mit Umsatzrückgängen hofft der Verband, dass die Händler im Freistaat heuer "eine schwarze Null" schreiben können. Der Stellenabbau in der Branche werde sich trotzdem fortsetzen.

<P>Im Januar sind die Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat nach vorläufigen Zahlen um 0,2 Prozent gesunken. Dies spreche für eine Stabilisierung des Marktes, erklärte Vorwohlt. Es mache sich bemerkbar, dass verstärkt Bargeld und Gutscheine zu Weihnachten verschenkt wurden. Dadurch habe sich das Weihnachts-Geschäft zum Teil in den Januar verlagert. Einer Umfrage des Verbands zufolge rechneten 39 Prozent der bayerischen Händler für dieses Jahr mit steigenden Umsätzen, während 15 Prozent einen Rückgang des Geschäfts erwarten. Knapp die Hälfte glaubt an gleichbleibende Erlöse.<BR><BR>Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte erhofft sich der Verband eine Belebung der Nachfrage. Trotzdem werde die Zahl der Beschäftigten in der Branche auch heuer sinken. Im vergangenen Jahr waren 331 000 Menschen im bayerischen Einzelhandel beschäftigt - gut ein Prozent weniger als im Vorjahr. Der Stellenabbau werde sich aber voraussichtlich verlangsamen, sagte LBE-Hauptgeschäftsführer Günter Gross. Die Möglichkeiten zur Rationalisierung seien begrenzt.<BR><BR>Anfang Mai beginnen in Bayern die Tarifverhandlungen für die Einzelhandels-Beschäftigten. "Wir erwarten harte und langwierige Verhandlungen mit den Gewerkschaften", sagte Vorwohlt.</P>

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