Bayerns Innenstädte rappelvoll: Kunden im Geschenkefieber

- Das Weihnachtsgeschäft brummt. "Man kann fast sagen: Die Kunden sind im Geschenkefieber", sagte Geschäftsführer Bernd Ohlmann vom Landesverband des Bayerischen Einzelhandels (LBE). "Die Innenstädte sind rappelvoll." Die hohen Erwartungen des Einzelhandels an den vierten Adventssamstag hätten sich erfüllt. Am Samstagmorgen sei die Anfahrt für die Weihnachtseinkäufer in Ingolstadt, München und Nürnberg wegen Schneematsch und rutschiger Straßen noch beschwerlich gewesen. Ab Mittag wurde es teilweise sonnig und der Tag entwickelte sich laut Ohlmann zum umsatzstärksten Samstag des diesjährigen Weihnachtsgeschäftes.

"Die hohen Erwartungen des Einzelhandels haben sich erfüllt", sagte Ohlmann. Das diesjährige Weihnachtsgeschäft laufe besser als das im vergangenen Jahr. "Seit Anfang November verzeichnet der bayerische Einzelhandel rund 13 Milliarden Euro Umsatz." Auch nach dem 24. Dezember rechnen die Händler noch mit Kundenströmen. "Rund ein Viertel der Geschenke wird dieses Jahr in Form von Gutscheinen oder Bargeld unter dem Weihnachtsbaum liegen", sagte der LBE-Sprecher. "Das Weihnachtsgeschäft ist mit Heiligabend also nicht vorbei."

Uhren, Schmuck und Parfüm gingen wie immer in der Weihnachtszeit häufig über den Ladentisch. "Und natürlich Spielsachen _ die Spielwarenhändler machen in der Weihnachtszeit rund 40 Prozent ihres Jahresumsatzes", betonte Ohlmann. Nach den Verkaufszahlen zu urteilen, werden nicht wenige Deutsche an Heiligabend Elektronik-Waren wie DVD-Player, MP3-Player und Flachbildschirme beschert bekommen. Auch Hörbücher, Bücher und CDs verkauften sich sehr gut _ vor allem die neuen Scheiben der Popstars Robbie Williams und Madonna. "Angesichts der WM 2006 ist der Weihnachtsmann schon im Fußballfieber", sagte Ohlmann. Im neuen Fußballtrikot werden wohl einige Fans über die Feiertage den neuen WM-Fußball ausprobieren.

Sehr zufrieden zeigt sich auch der zweite große Einzelhandelsverband, BAG. Das bisherige Weihnachtsgeschäft sei deutlich besser ausgefallen als vermutet, berichtete BAG-Sprecher Georg Hiltner. Dieses Jahr verlängerte sich das Weihnachtsgeschäft um eine Woche. Viele Kunden hätten sich daher Zeit für den Geschenkekauf gelassen. Mit Spannung erwarteten die bayerischen Händler daher eine umsatzstarke Woche vor Heiligabend. Große Erwartungen hätten die Geschäftsleute auch an die in der Regel umsatzstarken Tage zwischen Weihnachten und Neujahr.

Nach Angaben des BAG zeigten sich die Kunden bei der Auswahl ihrer Geschenke zunehmend qualitätsbewusst. Noch erfreulicher findet der Verband, dass Rabattschlachten im Weihnachtsgeschäft weitgehend ausgeblieben seien.

Schmuck, Musik und WM-Artikel sind gefragte Geschenke.

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