Bayerns Maschinenbau bleibt auf Rekordkurs

- München (fe) - Bei den bayerischen Maschinenbauern laufen die Geschäfte weiterhin rund. Nachdem bereits in den vergangenen drei Jahren ein Rekordumsatz nach dem anderten erzielt wurde, rechnet der Branchenverband VDMA für 2006 dank der anziehenden Inlandsnachfrage erneut mit einem Allzeithoch.

"Es geht weiter bergauf und fast alle Sparten des Maschinenbaus verzeichnen weiter eine positive Entwicklung", sagte der VDMA-Vorsitzende von Bayern, Robert Schullan in München. Erwartet werde ein Zuwachs von fünf Prozent nach einem Geschäftsvolumen von 32,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Als einen Grund für die positive Prognose führte Schullan die wachsende Nachfrage im Inland an. Nach seinen Worten hat der Auftragseingang des bayerischen Maschinenbaus allein von März bis einschließlich Mai um 14 Prozent zulegt, wobei die Bestellungen von Unternehmen in Deutschland um 21 Prozent wuchsen. "Der langanhaltende Investitionsstau der vergangenen Jahre scheint sich aufzulösen", sagte Schullan. Dennoch werde die positive Entwicklung überwiegend vom Export vor allem nach Osteuropa und in die USA getragen. Der Anteil der Ausfuhren am Branchenumsatz liegt bei 60 Prozent.

Das boomende Geschäft schlägt auch auf die Mitarbeiterzahlen durch. Während die Unternehmen im Freistaat 2005 zusammen durchschnittlich 174 000 Menschen beschäftigten, waren es im Mai 2006 nach VDMA-Angaben gut 2000 mehr. Einen größeren Aufbau werde wegen der "gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen" aber nicht geben, betonte Schullan. Dennoch hätten die Unternehmen derzeit mitunter Schwierigkeiten offene Stellen zu besetzen. Ursachen dafür seien die hohen Anforderungen an Qualifikation und Reisewilligkeit der Bewerber.

Trotz des guten Branchenklimas übte Schullan auch Kritik an der mangelnden Reformkraft der Regierung und der "Blockadehaltung" der Gewerkschaften. Die jüngsten Tarifabschlüsse hätten die Branche nicht vorangebracht. Dabei wies er auf das zyklische Geschäft in der Branche hin: "Für den sicheren Abschwung, der irgendwann kommen wird, muss vorgesorgt werden."

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