Bayerns Unternehmer bleiben skeptisch

- München - Bayerns Unternehmer versprechen sich von der neuen Bundesregierung keine nennenswerten Impulse. "Sarkastisch gesprochen könnte man auch sagen, dass die bayerischen Unternehmen keiner Partei den notwendigen Reformwillen zutrauen", erklärte Reinhard Dörfler, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages, bei der Vorstellung der aktuellen Herbstumfrage unter 2900 Unternehmen. Etwa 1000 Betriebe davon waren nach der Bundestagswahl befragt worden.

Doch ihr Urteil weicht von dem der vor dem Wahltag Befragten nicht ab: Während die Lage besser beurteilt wird als im Sommer, haben sich die Erwartungen verschlechtert.

Für die kommenden sechs Monate rechnen nur 18 Prozent der Betriebe mit einer Belebung, 16 Prozent erwarten weniger Geschäft. Vor einem Jahr hatte es mehr Optimisten (19 Prozent) und weniger Pessimisten (14 Prozent) gegeben. In Oberbayern - speziell im Raum München - seien die Einschätzungen besser ausgefallen als im bayerischen Durchschnitt, erklärte Dörfler. "Das spricht für die Stärke der Region München."

Die leichte Verbesserung der Geschäftslage gegenüber dem Sommer reiche nicht aus, um den Beschäftigungsabbau zu stoppen. Während neun Prozent der Unternehmen weitere Mitarbeiter einstellen wollen, planen dreimal so viele Entlassungen. Außerdem zeichnen sich weitere Teuerungen ab. Angesichts steigender Rohstoffpreise und einer möglichen Mehrwertsteuererhöhung wollen 27 Prozent der Händler höhere Kosten auf die Preise umlegen. Im Sommer waren es 15 Prozent.

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