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Bayern ist vom Atomausstieg besonders betroffen.

Geht Bayern der Strom aus? Wirtschaft in Sorge

München - Der Atomausstieg hat für Bayerns Energiewirtschaft massive Folgen. Künftig muss mehr Energie etwa aus Windparks im Norden in den Süden. Die Leitungen dafür fehlen. Die Wirtschaft macht Druck.

Bayerns Wirtschaft hält die bisherigen Pläne für den Ausbau des deutschen Stromnetzes für nicht ausreichend. Damit die Versorgungssicherheit im Freistaat auch nach dem Ausstieg aus der Atomkraft bis 2023 gewährleistet sei, müsse ein völlig neues Langstreckennetz gebaut werden, sagte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), Bertram Brossardt, am Mittwoch in München bei der Vorstellung einer Studie zum Netzausbau.

Bayern sei wegen des hohen Anteils von Kernenergie besonders von der Energiewende betroffen und liege zudem weitab etwa von den Küstenregionen mit ihrer stark wachsenden Zahl von Windkraftwerken. Von dort müsse künftig viel mehr Strom gen Süden gebracht werden. Die bisher geplanten Maßnahmen reichten aber nicht aus. “Gravierende Versorgungsprobleme und Standortnachteile wären die Folge.“

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

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Dringend notwendig sei deshalb der Bau von ergänzenden Hochleistungstransportleitungen, sogenannten Stromautobahnen. Denn Ausfälle könne sich die bayerische Wirtschaft, vor allem Firmen, die viel Strom verbrauchen, nicht leisten. “Die sichere Stromversorgung gehört für uns zu den unverrückbaren energiepolitischen Zielen.“

Die Studie zeige zudem, dass nicht nur mehr Strom transportiert werden müsse, sondern auch über größere Entfernungen. “Nach Abschaltung der Kernkraftwerke im Süden muss vor allem der Strom aus Offshore-Windanlagen im Norden zu den Verbrauchszentren in Bayern gelangen.“ Dafür seien spezielle Höchstspannungsleitungen nötig.

dpa

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