Bayerns Wirtschaft strotzt vor Zuversicht

- München - Zum Start ins neue Jahr strotzt die bayerische Wirtschaft vor Zuversicht. "Die Erwartungen der Unternehmen sind so positiv wie seit der Rezession 1993 nicht mehr und übertreffen sogar leicht den bisherigen Höchststand im Herbst 2000", sagte Reinhard Dörfler. Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), am Donnerstag in München. Das größte Problem bleibe dennoch der Arbeitsmarkt. In naher Zukunft sei noch nicht mit nennenswerten Neueinstellungen zu rechnen.

Der BIHK hatte in seiner aktuellen Konjunkturumfrage 3100 bayerische Unternehmen befragt. Demnach sind 30 Prozent der Betriebe für die kommenden Monate optimistisch eingestellt, nur noch 8 Prozent sind im Lager der Pessimisten zu finden. Bei der Befragung im Herbst hatten nur 18 Prozent der Betriebe mit besseren Geschäften in den nächsten Monaten gerechnet und 16 Prozent mit schlechteren. "Auch ihre aktuelle Lage schätzen die Unternehmen deutlich besser ein als noch im Herbst", sagte Dörfler.

Der Stimmungsumschwung hat nach Einschätzung des BIHK vor allem psychologische Gründe. Die Politik müsse die konjunkturellen Vorschusslorbeeren nun nutzen und "an die Lösung unserer bekannten Probleme gehen", sagte Dörfler. Ansonsten bestehe die Gefahr eines konjunkturellen Strohfeuers. Angetrieben werde die Wirtschaft weiterhin vor allem von der Nachfrage aus dem Ausland.

Die Lage auf dem bayerischen Arbeitsmarkt bleibt der Umfrage zufolge gespannt. In der Industrie zum Beispiel wollen zwar 14 Prozent der Betriebe Mitarbeiter einstellen, aber noch immer 19 Prozent Stellen abbauen. "Einzig die Dienstleister sehen Chancen für eine positive Beschäftigtenentwicklung", berichtete Dörfler.

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