Bayerns Wirtschaft wächst um 2,9 Prozent - Erster Platz der Länder

München - Die bayerische Wirtschaft hat sich im vergangenen Jahr mit 2,9 Prozent Wachstum den Spitzenplatz der Bundesländer zurückerobert.

Das habe die erste Schnellrechnung des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder ergeben, teilte Wirtschaftsministerin Emilia Müller (CSU) am Mittwoch in München mit. "Das Hoch im Süden hat sich fortgesetzt. Bayern führt den Aufschwung an und bleibt Wachstumslokomotive in Deutschland." Im Bundesschnitt sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um real 2,5 Prozent gewachsen.

Zu dem Aufschwung in Bayern hätten sowohl die Binnennachfrage als auch das starke Auslandsgeschäft beigetragen. Im Vorjahr war der Freistaat mit 2,5 Prozent Wachstum nur Mittelmaß gewesen. Schwache Geschäfte im Einzelhandel und im Gastgewerbe sorgten damals dafür, dass Bayern 2006 nur auf dem sechsten Rang der Länder landete. 2007 hätten nun alle Landesteile von der positiven Entwicklung profitiert, erklärte Müller. "Dies zeigt sich vor allem auch an der bayernweit steigenden Beschäftigung und drastisch sinkender Arbeitslosigkeit."

Neben günstigen Rahmenbedingungen für den Mittelstand und Existenzgründer zahle sich auch die Förderung des ländlichen Raumes aus. "Wir gehen mit einer modernen, im nationalen und internationalen Wettbewerb hervorragend positionierten Wirtschaft in die Zukunft."

Mit dem Wachstum von 2,9 Prozent lag Bayern vor Hamburg mit 2,8 Prozent. Den dritten Platz teilen sich mit einem BIP-Zuwachs von jeweils 2,7 Prozent die Länder Baden-Württemberg, Sachsen und Rheinland-Pfalz. Schlusslicht ist der Schnellrechnung zufolge Schleswig-Holstein mit 1,4 Prozent Wachstum.

Auf die vergangenen zehn Jahre gesehen habe die bayerische Wirtschaftsleistung um 29,4 Prozent zugelegt. Das sei ein deutlicher Vorsprung vor den Nächstplatzierten Saarland (20,8 Prozent) und Baden-Württemberg (19,6 Prozent), erklärte Müller. Im Vergleich zum Bund, dessen Wirtschaftsleistung um 16,5 Prozent zugelegt habe, sei die bayerische Wirtschaft fast doppelt so schnell gewachsen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Investor interessiert am insolventen Küchenbauer Alno
Pfullendorf (dpa) - Für die Belegschaft des insolventen Küchenbauers Alno gibt es wieder etwas Hoffnung. In der kommenden Woche würden Gespräche geführt mit einem …
Investor interessiert am insolventen Küchenbauer Alno
BMW verärgert über Kronzeugenanträge von Daimler und VW
München (dpa) - BMW ist verärgert über die Anträge von Daimler und Volkswagen, im Fall des Kartellverdachts gegen die deutsche Autoindustrie als Kronzeugen zur …
BMW verärgert über Kronzeugenanträge von Daimler und VW
Kaufhof-Mutter HBC trennt sich von Chef Storch
Die Warenhauskette Kaufhof steckt in der Krise - wie auch die kanadische Mutter HBC. Nun verlässt HBC-Chef Storch den Konzern. Kaufhof gibt sich gelassen.
Kaufhof-Mutter HBC trennt sich von Chef Storch
EU-Kommission erwartet Aufholjagd bei schnellem Internet
Europa hängt bei Zukunftstechnologien in wichtigen Bereichen hinterher. Doch nach dem jüngsten EU-Gipfel können Online-Shopper und Nutzer des mobilen Internets hoffen.
EU-Kommission erwartet Aufholjagd bei schnellem Internet

Kommentare