Bayerns Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs

- München - Die bayerische Wirtschaft wird nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) auch in den kommenden Jahren stärker wachsen als der Bundesdurchschnitt. "Der Bayern-Boom geht weiter", sagte Huber in München bei der Vorstellung seiner Prognose im Kabinett. Für dieses Jahr rechne er mit einem Wachstum von "klar über 2,5 Prozent". Seine Prognose für das kommende Jahr liegt mit mehr als zwei Prozent Wachstum über den bundesweit erwarteten 1,4 Prozent.

Bayern werde wieder "Lokomotive für Konjunktur und Beschäftigung in ganz Deutschland sein". Für 2007 rechnet Huber mit steigenden Steuereinnahmen für Land und Kommunen.

Vom Aufschwung profitiert Huber zufolge insbesondere der Arbeitsmarkt. In keinem anderen Land sei die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Monaten so stark zurückgegangen wie in Bayern. Besonders erfreulich sei, dass die Zahl der Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steige, sagte er nach Angaben der Staatskanzlei. In den Wintermonaten werde die Arbeitslosigkeit saisonbedingt ansteigen, an der positiven Grundtendenz ändere dies aber nichts. Für dieses Jahr rechnet Huber mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenzahl von unter 450 000 - das seien 60 000 Arbeitslose weniger als 2005.

Als Fundament des Aufschwungs bezeichnete der Wirtschaftsminister die "robuste Exportkonjunktur". Von Januar bis August hätten die bayerischen Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Prozent auf 82,8 Milliarden Euro zugelegt. Für das gesamte Jahr rechnet Huber mit einem Exportvolumen von rund 135 Milliarden Euro. Von der konjunkturellen Dynamik habe aber auch das Inlandsgeschäft profitiert. Im verarbeitenden Gewerbe seien die Umsätze von Januar bis August im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,7 Prozent gestiegen. Die Produktion habe um 5,5 Prozent zugelegt.

Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) zeigte sich erfreut über den anhaltenden Aufschwung. "Die Staatsregierung wird die erfolgreiche Strategie dieser Legislaturperiode aus Sparen, Reformieren und Investieren im nächsten Jahr mit einer Phase der Investitionen fortsetzen", sagte er nach Angaben der Staatskanzlei.

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