Bayernweit Warnstreiks im öffentlichen Dienst

München - Im öffentlichen Dienst legen am Mittwoch in Bayern 2.300 Beschäftigte die Arbeit nieder. Betroffen sind Universitäten, Straßenmeistereien und Kliniken. In diesen Städten wird gestreikt:

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben Gewerkschaften die Landesbeschäftigten in Bayern zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi legen am Mittwoch rund 2300 Angestellte des öffentlichen Dienstes die Arbeit nieder. Betroffen sind etwa die Landesverwaltung, Universitäten, Theater, Straßenmeistereien und Kliniken in insgesamt 37 Städten, darunter Augsburg, Ingolstadt und Regensburg. In München und Nürnberg werden am Vormittag mehrere hundert Beschäftigte zu Kundgebungen erwartet.

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes begründeten die Protestaktionen mit den stockenden Tarifverhandlungen auf Bundesebene. “Die völlig unverständliche Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite hat diese Warnstreiks erst provoziert“, erklärte ein Verdi-Sprecher am Dienstag in München. Am Montag und Dienstag hatten sich bereits Landesbeschäftigte in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hessen und im Saarland an Arbeitsniederlegungen beteiligt.

Am vergangenen Freitag war die zweite Verhandlungsrunde für die rund 600 000 Beschäftigten der Länder in Potsdam ergebnislos zu Ende gegangen. Verdi, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und die Gewerkschaft der Polizei fordern ein Lohnplus von 50 Euro und eine lineare Erhöhung von drei Prozent. Die Arbeitgeber legten bislang kein Angebot vor. Die Verhandlungen werden am 9. März fortgesetzt.

dpa

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