BayWa putzt sich für Aktionäre heraus

- München - Nicht nur für Käufer von Saatgut oder Mörtel - die BayWa putzt sich auch für eine andere Kundschaft heraus. Deutschlands größter Agrar- und Baustoffhändler umwirbt potenzielle Aktionäre. "Vom Umsatz und von der Marktkapitalisierung her sind wir ein S-Dax-Wert", sagte Wolfgang Deml, Vorstandsvorsitzender der BayWa AG, München.Er verwies auf die beeindruckende Kursentwicklung der Aktie in diesem Jahr und auf die kontinuierlichen Dividendenzahlungen.

Gemessen an der Marktkapitalisierung von zirka 330 Millionen Euro spricht einiges für die BayWa-Aktie. Allein die Immobilien des Konzerns stehen mit 700 Millionen Euro in den Büchern. "Deren Marktwert übersteigt sicherlich eine Milliarde Euro", sagte der BayWa-Chef. Vor allem durch die Übernahme der WLZ Raiffeisen AG sei die Anzahl der freien Aktionäre auf 47 Prozent gestiegen. Der Wert der vinkulierten Namensaktie hat sich von gut 5 Euro bei Jahresbeginn bis jetzt verdoppelt. <BR><BR>Aber auch die Bilanzzahlen können sich sehen lassen. "Wir sind erfolgreich und gut im Plan", stellt Deml fest. Der in Deutschland, Österreich und einigen osteuropäischen Ländern tätige Konzern setzte in den ersten neun Monaten diesen Jahres 4,488 Milliarden Euro um, 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Jahresüberschuss stieg von 23 Millionen auf 28,8 Millionen Euro.<BR><BR>Der Konzern beschäftigte zum 30. September 15 381 Menschen, das waren 331 weniger als am Jahresende 2002. Laut Deml wird der Personalabbau so wie schon seit Jahren weitergehen. Andererseits habe die BayWa mit 1570 Lehrlingen eine Ausbildungsquote von über 10 Prozent und stehe damit in Deutschland an der Spitze.<BR><BR>Die Dürre hat die Bauern härter getroffen als den Agrarhändler. Entgegen dem ungünstigen Branchentrend entwickele sich der Konzern positiv. Der Konzern könne für das Gesamtjahr 2003 die Umsatzmarke von 6 Milliarden Euro ebenso erreichen wie das DVFA-Ergebnis von 36 Millionen Euro.<BR><BR>Um die Attraktivität der Aktie zu erhöhen, werde die BayWa ihre Beziehungen zu Investoren intensivieren. Im letzten Jahr habe man auch zum ersten Mal eine Analystenkonferenz abgehalten.<BR>

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