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Klaus Josef Lutz.

BayWa strebt an die Märkte Asiens

München – Die BayWa will international weiter wachsen: BayWa-Chef Klaus Josef Lutz kündigte Zukäufe im Getreidehandel an.

„Die Warenströme werden immer internationaler“, sagte Lutz bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen in München. Als Vorbild nannte Lutz den erst kürzlich erfolgten Kauf des neuseeländischen Obsthändlers Turners & Growers. Dies habe der BayWa den Zugang zu den asiatischen Märkten geöffnet.

Der Zukauf zeigt sich bereits positiv in den Zahlen. Mit einem Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 9,2 Millionen Euro habe Turners & Growers mehr erwirtschaftet als erwartet, so Lutz. Ziel sei es, im Handel mit Kernobst innerhalb der nächsten zwei Jahre weltweit die Nummer 1 zu werden.

Doch nicht nur der Obsthandel wächst. Auch das Geschäft mit Photovoltaikanlagen lief gut. Insgesamt erzielte Europas größter Agrarhändler im ersten Halbjahr einen Umsatz von 5,1 Milliarden Euro – ein Zuwachs von knapp zwölf Prozent. Der Konzernüberschuss sank dagegen um 3,5 Prozent auf 47 Millionen Euro. Für 2012 zeigte sich Lutz optimistisch: „Wir werden das Ergebnis vom letzten Jahr erzielen – und einen Schnaps obendrauf.“ Zahlen nannte das Unternehmen nicht.

Äußerst positiv entwickelte sich auch der Bereich Agrartechnik. Der Verkauf von Neumaschinen stieg in den ersten sechs Monaten um 22 Prozent. „Die Investitionsbereitschaft bei den Landwirten ist hoch“, sagte Lutz. In der zweiten Jahreshälfte werde sich das Wachstum in dieser Sparte allerdings etwas abschwächen.

Wegen der Dürre in den USA und Teilen Europas sowie der wachsenden Nachfrage rechnet BayWa-Chef Lutz mit steigenden Getreidepreisen. Für eine konkrete Prognose sei es aber noch zu früh.

Während das Geschäft mit erneuerbaren Energien kräftig zulegt, schwächelt der Heizölhandel. Als Grund nannte Lutz die schrumpfende Nachfrage. Er kündigte eine „unternehmerische Lösung“ für den Bereich an. Ein Verkauf der Sparte sei nicht geplant, betonte Lutz.

Bereits vor der Pressekonferenz hatte das Unternehmen bekannt gegeben, dass der Vertrag mit Vorstandschef Lutz um fünf Jahre bis 2017 verlängert wurde.

S. Habit

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