BayWa verdoppelt Gewinn

München - Europas größter Agrarhandelskonzern BayWa hat im ersten Halbjahr von den weltweit gestiegenen Lebensmittelpreisen profitiert und seinen Gewinn verdoppelt.

Die Zuwächse seien vor allem eine Folge der weltweit starken Nachfrage nach Getreide und anderen Agrarrohstoffen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Aber auch die Geschäfte mit Dünger, Pflanzenschutzmitteln, Saatgut und Maschinen seien gut gelaufen. Obwohl im zweiten Halbjahr mit einer Abkühlung zu rechnen sei, blieben die Geschäftsaussichten nach wie vor gut. Für das Gesamtjahr bestätigte die BayWa ihre Prognosen.

In den ersten sechs Monaten kletterte der Konzernüberschuss von 31,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 62,1 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von 62,7 auf 107,5 Millionen Euro. Vor Steuern verdiente die BayWA 79,7 Millionen Euro nach 39,2 Millionen im Vorjahr. Der Umsatz lag mit 4,38 Milliarden Euro mehr als ein Viertel über dem Vorjahreswert von 3,41 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr will der Konzern auf ein Vorsteuerergebnis von deutlich mehr als 90 Millionen Euro kommen. Der Umsatz soll bei mehr als acht Milliarden Euro liegen.

In der Agrarsparte sprang der Umsatz um 37 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn kletterte von 27,5 auf 65,5 Millionen Euro. Der Energiebereich profitierte von der gestiegenen Nachfrage nach Heizöl und Schmierstoffen, aber auch nach alternativen Energieträgern wie Holzpellets. Hier kletterten die Erlöse um 35 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro und der Vorsteuergewinn erreichte mit 5,8 Millionen Euro ein Vielfaches des Vorjahreswertes. Etwas verhaltener entwickelten sich der Handel mit Baustoffen und das Geschäft in den Bau- und Gartenmärkte. Hier lagen Umsatz und Ergebnis nur leicht über Vorjahresniveau.

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