BayWa will weitere Baustoffhändler kaufen

- München - Zwei schneereiche, kalte und lange Winter haben das Geschäft des Agrarhandelskonzerns BayWa nur zeitweise beeinflusst. Der Umsatz der BayWa AG, die auch einer der größten Baustoffhändler ist, stieg 2005 um sieben Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Gerade im Bausektor erwarte man mit anziehender Konjunktur Zuwächse, sagte Wolfgang Deml, Vorstandsvorsitzender des Konzerns.

Dies werde auch durch weitere Zukäufe geschehen. Mit acht Baustoffhändlern stehe die BayWa derzeit in Verhandlungen.

Das Geschäft mit Holzpellets lief mit 100 000 Tonnen gut. Damit wurden 29 000 Tonnen mehr abgesetzt als im Vorjahr. "Wir hätten mehr verkauft, wenn wir mehr Ware gehabt hätten", sagte Deml. Im Herbst werde es diese Engpässe nicht mehr geben und dieses Jahr will BayWa 140 000 Tonnen dieses Heizmittels verkaufen.

"Gerade bei Verlustschmierstoffen müsste giftfreies Bio-Öl Pflicht werden", sagte Deml. Er denke da zum Beispiel an das Schmieröl für Kettensägen im Wald, das, wenn es aus Mineralöl ist, den Boden verseuche.

Ansonsten ist Deml gegenüber der Förderung regenerativer Kraftstoffe, die die BayWa im großen Stil vertreibt, skeptisch: Von Subventionen für Biodiesel profitierten kanadische Farmer sehr, und dadurch, dass man Getreide durch das Auspuffrohr jagt, stiegen die Lebensmittelpreise. "Die Landwirtschaft in Deutschland hat hervorragende Chancen, aber auf einem anderen Sektor", so der BayWa-Chef.

In München verkaufte die BayWa das Volvo-Autohaus Karl Theis GmbH. Die Einmalaufwendungen für dieses Desinvestment belasteten mit minus 3,5 Millionen Euro das Ergebnis. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 17 Prozent auf 42,1 Millionen Euro. Der Hauptversammlung wird eine Dividendenerhöhung um zwei auf 28 Cent je Aktie vorgeschlagen. Für 2006 sieht Deml gute Chancen für ein profitables Wachstum.

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