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Um Flüchtlinge schneller in Jobs zu bringen, fordert BDA-Vize Gerhard Braun den Wegfall von Hürden für Zeitarbeit. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

BDA-Vize Braun wirbt für Zeitarbeit für Flüchtlinge

Mainz (dpa) - Vize-Arbeitgeberpräsident Gerhard Braun fordert den Wegfall von Hürden für Zeitarbeit, um Flüchtlinge schneller in Jobs zu bringen. "Das Beschäftigungsverbot für Flüchtlinge in der Zeitarbeit von 15 Monaten muss fallen, weil Zeitarbeit ein wichtiger Einstieg in den Arbeitsmarkt ist".

Das sagte der Vizechef der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) der Deutschen Presse-Agentur. Im Oktober hatte die Bundesregierung das Zeitarbeitsverbot für Asylbewerber zwar gelockert - zuvor gab es für eine Sperre von vier Jahren. Wirtschaftsvertretern geht das allerdings nicht weit genug.

Braun dringt auch auf eine Bleibegarantie für Azubis. "Wenn ein Flüchtling eine Ausbildung macht, muss er und sein Arbeitgeber sicher sein, dass er während der drei Jahre nicht abgeschoben wird und auch nicht zwei Jahre danach", sagte er.

Der BDA-Vizepräsident warnte vor zu hohen Erwartungen an die Zuwanderer. "Es ist eine Illusion zu glauben, dass wir mit Flüchtlingen das demografische Problem lösen", sagte Braun. "Nur ein relativ geringer Teil der Flüchtlinge wird uns eine Hilfe sein." Experten vermuteten, dass weniger als 10 Prozent der Flüchtlinge eine akademische oder berufliche Ausbildung mitbringen und direkt hier einsetzbar wären. "Deshalb muss man sehr viel Zeit investieren", sagte er. "Bis die Flüchtlinge den Durchschnitt der Bevölkerung erreicht haben, kann es 10 bis 15 Jahre dauern."

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