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Dieter Kempf ist Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie. 

Trotzdem mahnt er: Politik müsse "mehr Wirtschaft wagen"

BDI-Präsident: Deutschlands Wirtschaft wächst wohl weiter 

Berlin - Trotz globaler Unsicherheiten wird die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) in diesem Jahr um 1,5 Prozent wachsen.

Das erklärte der neue BDI-Präsident Dieter Kempf am Dienstag in Berlin bei der traditionellen Jahresauftakt-Pressekonferenz des Dachverbands. Er mahnte zugleich mehr Wirtschaftsförderung an. "Deutschland wird sich sehr anstrengen müssen, um seinen bisherigen Wohlstand zu halten." Politik müsse "mehr Wirtschaft wagen". 

2015 war die deutsche Wirtschaft nach amtlichen Angaben um 1,7 Prozent gewachsen, Zahlen für das vorige Jahr veröffentlicht das Statistische Bundesamt am Donnerstag. Im dritten Quartal 2016 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut Statistischem Bundesamt nur um 0,2 Prozent. 

Kempf: „Staatliche Vorlaufinvestitionen“ wichtig 

Kempf ist seit 1. Januar BDI-Präsident. Zuvor war er bis März vergangenen Jahres Vorstandsvorsitzender des Nürnberger Softwareunternehmens Datev. Von 2011 bis 2015 leitete er bereits den BDI-Mitgliedsverband Bitkom, der etwa Elektronik-, Software- und Internetunternehmen vertritt. Zugleich war damals auch BDI-Vizepräsident. 

Kempf forderte am Dienstag mehr Investitionen von Bund, Ländern und Gemeinden. Der Schlüssel seien "staatliche Vorlaufinvestitionen" in Verkehrs-, Energie- und Digitalnetze sowie in die Bildung. Angesichts derzeitiger "Rekordüberschüsse" in den öffentlichen Haushalten sei dies möglich, ohne zugleich Steuern zu erhöhen oder die Etatsanierung zu vernachlässigen. 

afp

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