Bear Stearns-Verwaltungschef verkauft seine Aktien

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New York (dpa) - Der Verwaltungsratschef des vor einer Notübernahme stehenden US-Investmenthauses Bear Stearns James Cayne, hat seine Anteile an der Bank komplett verkauft.

Der 74-Jährige erhielt laut einer Pflichtmitteilung vom Donnerstag je Aktie 10,84 Dollar und damit insgesamt rund 61 Millionen Dollar (39 Mio Euro). Vor Beginn des Kurseinbruchs durch die Kreditkrise im vergangenen Jahr hätte der frühere Bear-Stearns-Chef noch fast eine Milliarde Dollar für seine Anteile bekommen.

Der von Cayne erzielte Preis je Aktie lag über dem mittlerweile erhöhten Übernahmeangebot der Großbank JPMorgan im Wert von etwa 10 Dollar je Aktie. An der Börse notierte die Aktie zuletzt durchweg leicht höher als die Kaufofferte. Anleger wetten auf einen weiteren Nachschlag durch JPMorgan. Andere Marktteilnehmer halten dies nach Caynes Verkauf für eher unwahrscheinlich.

Cayne stand 15 Jahre lang an der Spitze von Bear Stearns, bis er nach dem ersten Verlust der Bank in ihrer Geschichte im Januar zurücktrat und lediglich den Vorsitz im Verwaltungsrat behielt. Er zählte zu den größten Einzelaktionären mit zuletzt rund 5,7 Millionen Anteilsscheinen. In seinen fast 40 Jahren bei Bear Stearns hatte Cayne große Aktienpakete als Teil seiner Vergütung erhalten.

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