GDL beendet Streik bei Regiobahnen

Frankfurt - Nach fünfeinhalb Tagen hat die Lokführergewerkschaft GDL in der Nacht zum Montag ihren Streik bei sechs Regiobahnen beendet. Der Verkehr soll nun wieder normal laufen.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat ihre Streiks bei den privaten regionalen Bahnunternehmen in der Nacht zu Montag beendet. Um 2.00 Uhr wurde auch der Ausstand bei fünf Unternehmen der Veolia Verkehr Deutschland und der AKN Eisenbahn beendet, wie die GDL in Frankfurt am Main mitteilte.

Bei drei anderen privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen, der Berchtesgadener Land Bahn, der Hohenzollerischen Landesbahn und der Prignitzer Eisenbahn, Betriebsteil NRW, hatte die Gewerkschaft die am vergangenen Dienstag begonnenen Streiks nach 72 Stunden am Freitag um 14.00 Uhr beendet.

Die Entscheidung, die Streiks bei einigen Unternehmen zu verlängern, hatte GDL-Chef Claus Weselsky mit der “zunehmenden Willkür und Rücksichtslosigkeit der Arbeitgeber“, wie selektive Aussperrung und Lohnkürzung in der laufenden Tarifrunde begründet.

Als “Gegenbeispiel zur sturen Verweigerungshaltung“ anderer Unternehmen wertet die Gewerkschaft die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), mit der die GDL am 6. Mai Gespräche begonnen habe. Veolia und die anderen bestreikten Unternehmen hätten die Wahl: Entweder sie machten der GDL ein Angebot, oder sie würden innerhalb der Eisenbahnverkehrsunternehmen weiter isoliert, erklärte Weselsky. Eine zweite Verhandlung zwischen GDL und AVG ist für den 1. Juni 2011 geplant.

Die GDL fordert bundesweit inhaltsgleiche Rahmentarifverträge für Lokführer mit einem einheitlichen Monatstabellenentgelt auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn und den vier Zulagen für Sonn- und Feiertage, Nachtdienst und Fahrentschädigung. Darüber hinaus wird eine soziale Absicherung der Lokomotivführer verlangt.

dapd

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