Beiersdorf-Übernahme: Angebot an Allianz?

- München - Der Kaffee-Konzern Tchibo und eine Gruppe von Mit-Investoren haben der Allianz AG gestern angeblich ein Übernahmeangebot für deren 43,6-prozentiges Aktienpaket am Nivea-Hersteller Beiersdorf vorgelegt. Ein Sprecher der Allianz lehnte jeden Kommentar zu dem Thema ab. Die Allianz sieht sich nach früheren Angaben nicht unter Zeitdruck beim Verkauf.

<P>Informationen verschiedener Zeitungen zufolge will Tchibo den Anteil an Beiersdorf nicht allein erwerben, sondern mit Partnern. Einer davon sei die Beiersdorf AG selbst, die im Rahmen eines Aktienrückkaufs zehn Prozent von sich selbst übernehmen wolle. Auch Joachim Herz, ein Mitglied der Tchibo-Eigner, der Hamburger Familie Herz, will laut "Hamburger Abendblatt" Beiersdorf-Aktien von der Allianz erwerben. Und auch die Beiersdorf-Gründerfamilie Claussen sei mit im Boot. </P><P>Sie habe sich bereit erklärt, ihre rund zehn Prozent der Aktien mit denen von Tchibo zu bündeln, hieß es. Der Kaffeeröster hält bislang knapp 31 Prozent an Beiersdorf. Außerdem wurde in den Berichten die HSH Nordbank genannt, der Zusammenschluss der früheren Landesbanken von Hamburg und Schleswig-Holstein.</P><P>Die HSH Nordbank hat schon zu Beginn der Woche erklärt, bisher sei kein solcher Wunsch an sie herangetragen worden. Der Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall und Finanzsenator Wolfgang Peiner hatten erklärt, sie führten Gespräche mit Investoren und Unternehmen aus der Stadt, um Beiersdorf an der Elbe zu halten.</P><P>Beiersdorf gehört mehreren Eignern: 43,6 Prozent hat die Allianz. Zehn Prozent der Aktien gehören der Hamburger Familie Claussen, den Nachfahren eines früheren Beiersdorf-Managers. Der Rest ist am Aktienmarkt gestreut.<BR></P>

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