Beitritt zum Euro: Das Wartezimmer füllt sich

- Brüssel - Das "Wartezimmer" für die gemeinsame Euro-Währung füllt sich: Ein Jahr nach ihrem EU-Beitritt wurden Lettland, Malta und Zypern in den Europäischen Wechselkursmechanismus aufgenommen. Damit dürfen die nationalen Währungen nur noch mit einer Bandbreite von 15 Prozent gegenüber dem Euro schwanken, teilte die EU-Kommission mit. Werden diese Marken überschritten, wird automatisch an den Devisenmärkten interveniert.

<P class=MsoNormal>Der Wechselkursmechanismus gilt als "Wartezimmer" für den Zutritt zum Euroland. Um eventuelle Währungsschwankungen auszuschalten, muss ein Land mindestens zwei Jahre im WKM verbracht haben, bevor es den Euro einführen darf. Die jetzt aufgenommenen Länder können damit frühestens im April 2007 die Gemeinschaftswährung ausgeben. Voraussetzung ist auch, dass die Maastricht-Kriterien eingehalten werden.</P><P class=MsoNormal>Estland und Litauen sowie Slowenien sind bereits seit Juni vergangenen Jahres WKM-Mitglied. Dänemark ist seit längerem dabei - mit einer selbst gewählten engeren Schwankungsbreite von 2,25 Prozent. Der neue Aufnahmebeschluss war nicht angekündigt worden, um Spekulationen an den Finanzmärkten zu vermeiden.</P><P class=MsoNormal>Die Regierung Zyperns rechnet spätestens in drei Jahren mit der Mitgliedschaft in der Währungsunion. Der maltesische Regierungschef Lawrence Gonzi äußerte sich "sehr zufrieden" über die Brüsseler Entscheidung. Inoffiziell rechnet Malta mit einem Euro-Beitritt Anfang 2008.</P><P class=MsoNormal>Bis dahin müssen aber noch Hausaufgaben erledigt werden. Lettland hat eine "dauerhafte Verringerung der Inflation" zugesagt. Zypern sichert vor allem einen Kampf gegen die hohe Verschuldung zu. Malta bindet die Lira nicht mehr an einen Währungskorb, sondern nur noch an den Euro und sichert zudem eine "solide Haushaltspolitik" zu.</P>

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