GDL bekennt sich zu Abkommen mit Transnet und GDBA

Frankfurt/Berlin - Die Lokführergewerkschaft GDL hat sich zu dem geplanten Kooperationsabkommen mit den Konkurrenten Transnet und GDBA bekannt. "Für die Zukunft ist eine engere Zusammenarbeit der Gewerkschaften sinnvoll", sagte GDL-Vizechef Claus Weselsky am Dienstag.

Im jüngsten Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn hatte sich die GDL klar von den anderen Gewerkschaften abgegrenzt und mit Streiks einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer erstritten. Dieser soll am 1. März in Kraft treten. Voraussetzung ist der vorherige Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen allen drei Bahngewerkschaften.

Die Einigung auf ein solches Abkommen steht noch aus. Mehrere Gespräche darüber, zuletzt am 29. Januar, waren erfolglos geblieben. In dieser Woche soll es einen weiteren Versuch geben. Zunächst war aber noch kein Termin für ein Treffen vereinbart, wie Sprecher von GDL und Transnet in Frankfurt und Berlin mitteilten. Der Transnet-Vorsitzende Norbert Hansen hatte sich zuletzt zuversichtlich gezeigt, dass in dieser Woche unter das Kooperationsabkommen ein Schlussstrich gezogen werde.

Weselsky sagte: "Wir plädieren für eine Vereinbarung, die verhindert, dass sich die Gewerkschaften gegenseitig aufschaukeln." Die Tarifeinheit bei der Bahn werde "dadurch gewährleistet, dass Transnet unseren Vertrag mitunterzeichnet und umgekehrt." Wie von der Bahn verlangt, würden damit die Tarifverträge gegenseitig anerkannt. Unter dem Dach allgemeiner Tarifregeln für alle soll es künftig sechs Einzelverträge für die Berufsgruppen des Konzerns geben. Jenen für die Lokführer soll auch künftig die GDL eigenständig aushandeln.

Offen ist noch, welchem Einzeltarifvertrag die rund 2900 Lokrangierführer zugeordnet werden sollen, die auf Bahnhöfen Züge zusammenstellen. Darüber soll eine Spitzenrunde mit Bahnchef Hartmut Mehdorn und den drei Gewerkschaftschefs entscheiden. Auch dafür gibt es laut Bahn noch keinen Termin.

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