DGB beklagt Lehrstellenmangel

Berlin - Zum Ausbildungsstart im August hat der DGB den Lehrstellenmangel beklagt. Aktuell fehlen in diesem Jahr 106.000 betriebliche Ausbildungsplätze. Die Details der dramatischen Entwicklung:

Die Kritik kam am Freitag von Bundesjugendsekretär René Rudolf. Er verwies auf Angaben der Bundesagentur für Arbeit, wonach Ende Juli den 511.000 Bewerbern lediglich rund 405.000 betriebliche Lehrstellen zur Verfügung standen. “Diese Situation fügt sich nahtlos in die dramatische Entwicklung der letzten Jahre und stellt der Wirtschaft und der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus“, bilanzierte er.

Nach wie vor beteiligten sich weniger als ein Viertel aller Unternehmen in Deutschland aktiv an Ausbildung. Trotz Ausbildungspakt und Beteuerungen bleibe das Angebot an Ausbildungsplätzen in fast allen Berufen hinter der Nachfrage zurück, bemängelte er. “Jahr für Jahr landen fast 400.000 Jugendliche im sogenannten 'Übergangssystem' zwischen Schule und Beruf - ohne Chance auf eine voll qualifizierende Ausbildung.“

Rudolf nannte es inakzeptabel, dass in Deutschland mehr als 1,5 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren keinen Berufsabschluss haben. “Die junge Generation hat ein Recht auf eine Perspektive im Berufsleben, ohne Langzeitarbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung“, bilanzierte er.

DAPD

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