Belohnung für aktive Aktionäre gefordert

- Frankfurt - Aktive Aktionäre sollen nach Vorstellung der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger künftig einen Dividendenbonus erhalten. Für die Ausübung des Stimmrechts auf den Hauptversammlungen solle ein Zuschlag von mindestens zehn Prozent gezahlt werden, damit mehr Aktionäre ihr Wahlrecht nutzen. Damit könne verhindert werden, dass Hedgefonds bereits mit relativ wenigen Aktien Hauptversammlungen dominieren.

Bei Dax-Unternehmen werden im Schnitt mittlerweile weniger als die Hälfte der Stimmrechte ausgeübt. Gerade viele Kleinaktionäre gehen weder auf die jährlichen Versammlungen noch Beauftragen sie Dritte, in ihrem Sinne die Abstimmung vorzunehmen. "Es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis eine überraschende Hauptversammlungs-Mehrheit von Hedgefonds genutzt werden wird", sagte Harald Petersen von der Schutzgemeinschaft.

Wenn viele Aktionäre ihre Stimmrechte nicht ausüben, kann bereits eine Minderheit der Eigentümer den Konzern dominieren und den Aufsichtsrat stellen oder Grundsatzbeschlüsse fällen. Zuletzt war darüber bei der Deutschen Börse diskutiert worden, wo eine Investorengruppe eine Fusion mit der Londoner Börse verhinderte und die Führungsspitze kippte.

Als Beispiel nannte die Schutzvereinigung den Sportartikelhersteller Puma, bei dem dieses Jahr die Präsenz gerade einmal bei 12,6 Prozent gelegen habe.

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