400 BenQ-Beschäftigte demonstrieren vor Siemens-Zentrale

- München - Mit einer Demonstration vor der Siemens-Zentrale in München haben am Freitag rund 400 Mitarbeiter des insolventen Handyherstellers BenQ Mobile ihren früheren Arbeitgeber zu mehr Verantwortung aufgefordert. Bei der von der IG Metall Bayern organisierten Aktion verlangten die Beschäftigten der BenQ-Werke in München und Kamp-Lintfort (Nordrhein-Westfalen) von Siemens eine Arbeitsplatzgarantie.

München - Mit einer Demonstration vor der Siemens-Zentrale in München haben am Freitag rund 400 Mitarbeiter des insolventen Handyherstellers BenQ Mobile ihren früheren Arbeitgeber zu Verantwortung aufgefordert. Eine Delegation brachte mehr als 600 Protestschreiben in die Zentrale.

Bei der von der IG Metall Bayern organisierten Aktion verlangten die Beschäftigten der BenQ-Werke in München und Kamp-Lintfort (Nordrhein-Westfalen) von Siemens eine Arbeitsplatzgarantie. Darin widersprechen die Mitarbeiter dem Übergang des Arbeitsverhältnisses von Siemens an BenQ Mobile. Hätten sie von den rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen gewusst, hätten sie diesem nicht zugestimmt. Im Falle des Jobverlusts wollen sie auf Schadenersatz klagen.

Die IG Metall Bayern forderte Siemens auf, endlich die Verkaufsverträge offen zu legen. "Es ist immer noch unklar, was aus den Patenten, Markenrechten und Lizenzen geworden ist", sagte Pressesprecher Matthias Jena. Auch müsse der Konzern deutlich mehr Geld locker machen. "Mit den angekündigten 35 Millionen ist den Mitarbeitern nicht geholfen."

BenQ Mobile hatte vor einer Woche Insolvenzantrag gestellt, nachdem der taiwanesische Mutterkonzern den Geldhahn zugedreht hatte. Schon damals hatten die Beschäftigten vor der Siemens-Zentrale demonstriert. Nach heftiger öffentlicher Kritik kündigte der frühere Besitzer Siemens einen 35-Millionen-Euro-Härtefonds für gekündigte BenQ-Mobile-Mitarbeiter an.

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