BenQ-Betriebsrat hofft auf Lösung bei Treffen mit Investor

- Kamp-Lintfort/München - Der Gesamtbetriebsrat von BenQ Mobile, Michael Leucker, hat den Poker um ein Fortführungskonzept für den insolventen Handyhersteller BenQ Mobile als "momentan nicht ganz durchschaubar" bezeichnet.

Wichtig sei, dass jetzt alle Beteiligten - inklusive Vertreter der Siemens AG - morgen zu Gesprächen nach Düsseldorf kommen und versuchen, eine Lösung zu finden, sagte Leucker in Kamp-Lintfort. Bei dem Treffen auf Einladung der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) soll der potenzielle Investor sein Konzept vorstellen.

Auch der Insolvenzverwalter, Arbeitnehmervertreter und Mitarbeiter der bayerischen Staatskanzlei sollen an den Gesprächen teilnehmen. Eine deutsch-amerikanische Investorengruppe hat Interesse an einer kompletten Übernahme von BenQ Mobile bekundet. Das Angebot ist jedoch an eine Reihe von Bedingungen geknüpft.

So fordert das Konsortium angeblich die kostenlose Beschäftigung von 800 früheren BenQ-Mitarbeitern. Dies sei "mit vielen Fragezeichen versehen, sowohl moralisch als auch rechtlich", sagte Gesamtbetriebsratschef Leucker. Dazu müsse es noch Gespräche mit der IG Metall geben. Das Sozialgesetzbuch sehe die Möglichkeit eines Probearbeitsverhältnisses vor - "auf der anderen Seite darf das nicht missbraucht wird", betonte Leucker. Die Frage sei auch, zu welchen Konditionen sich ein Investor bereit erklärt: "Dann kann man über viele Dinge sprechen."

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