Automobilclub: Regierung muss bei hohen Spritpreisen durchgreifen

Stuttgart - Nach der Studie des Bundeskartellamt über zu hohe Benzinpreise fordert der Auto Club Europa (ACE) von der Bundesregierung, energischer gegen Mineralölkonzerne vorzugehen. Dies hätten die Politiker bisher versäumt.

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Bundeskartellamt: Benzinpreise höher als nötig

Der Auto Club Europa (ACE) wirft der Bundesregierung vor, nicht energisch genug gegen die hohen Benzinpreise vorzugehen. “Mächtige Konzerne unterlaufen im Gleichschritt den Wettbewerb und benachteiligen damit die Verbraucher. Das darf die Bundesregierung nicht länger hinnehmen“, sagte der ACE-Vorsitzende Wolfgang Rose am Sonntag.

Die skurrilen Begründungen für steigende Benzinpreise

Die skurrilen Begründungen für steigende Benzinpreise

Das Bundeskartellamt bezeichnete die Konzerne Aral/BP, Shell, Jet, Esso und Total als marktbeherrschende Gruppe im Tankstellengeschäft. Das sei dem Wettbewerb abträglich. Kartellamtssprecher Kay Weidner bestätigte entsprechende Berichte der “Bild am Sonntag“ und des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel“ weitgehend.

Die Wettbewerbshüter legen an diesem Donnerstag ihre Studie zu Preisbewegungen an deutschen Tankstellen vor. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) müsse aus diesem Bericht schnell politische Konsequenzen ziehen, forderte der ACE. Zahlreiche Politiker hätten angesichts der hohen Benzinpreise in den vergangenen Monaten “den Mund ziemlich voll genommen“. Jetzt gehe es darum, dass die Regierung zugunsten der Autofahrer tatsächlich für mehr Wettbewerb an den Zapfsäulen sorge.

dpa

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