Benzinpreise gehen wieder runter

- Hamburg - Der Zugriff der Staatengemeinschaft auf die internationalen Öl- und Benzinreserven hat die heftigen Preissteigerungen am Freitag zunächst gestoppt. Am europäischen Ölmarkt in Rotterdam gingen die Notierungen für eine Tonne Benzin nach der Ankündigung der Maßnahmen durch Bundeskanzler Gerhard Schröder von 870 auf 800 Dollar zurück.

Daraufhin senkte der deutsche Marktführer Aral die Preise für Normal- und Superbenzin um zwei Cent je Liter und korrigierte damit teilweise eine Preiserhöhung um sechs Cent wenige Stunden zuvor. Der Shell- Konzern erklärte, er werde sich den Marktbedingungen anpassen und seine Kraftstoffe zu wettbewerbsfähigen Preisen verkaufen.

Dennoch haben die Benzinpreise nach vier Erhöhungen innerhalb einer Woche in Deutschland historische Höchststände erreicht. Unter dem Strich stiegen die Preise am Freitag nochmals um vier Cent für einen Liter Benzin und um zwei Cent für Diesel. Damit kostet Superbenzin im bundesweiten Durchschnitt an Markentankstellen etwa 1,44 Euro je Liter, während für Diesel rund 1,18 Euro zu bezahlen sind. Der Preis für Superbenzin ist innerhalb einer Woche um rund 14 Cent je Liter gestiegen. Hintergrund sind massive Benzinkäufe der USA auf dem europäischen Markt wegen der Beeinträchtigung der US-Ölproduktion durch den Hurrikan "Katrina".

Die Naturkatastrophe hat auch die Preise für Heizöl auf ein neues Rekordniveau gehievt. Für 100 Liter müssen die Kunden bei Abnahme von 3000 Litern im Durchschnitt rund 67 Euro bezahlen, meldete der Hamburger Energie-Informationsdienst EID. Das seien drei Euro mehr als vor einer Woche. Damit hat sich Heizöl weniger stark verteuert als Super- und Normalbenzin. In den USA sind Dieselautos kaum verbreitet, so dass sich die amerikanische Nachfrage auf Benzin richtet. Die Preise für Diesel und Heizöl steigen weniger stark.

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