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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte am Dienstag die BER-Baustelle besucht, wie bekannt wurde. Foto: Christophe Gateau

Verkehrsminister verärgert

Scheuer will BER-Eröffnung "unbedingt" bis 2020

Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) pocht auf eine Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER im Herbst 2020. "Der BER ist nach wie vor ein Riesenärgernis", sagte Scheuer nach Angaben seines Ministeriums. "Ich akzeptiere es nicht, wenn die Welt über diese Baustelle lacht."

Der neue Eröffnungstermin müsse "unbedingt eingehalten" werden. Die Eröffnung war wegen zahlreicher Pannen mehrfach verschoben worden.

Scheuer hatte am Dienstag die BER-Baustelle besucht, wie am Mittwoch bekannt wurde. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup war laut Ministerium erst eine halbe Stunde vorher informiert worden.

Lütke Daldrup begrüßte Scheuers Besuch als "wichtiges Signal", das die Bedeutung des neuen Airports unterstreiche. "Es ist wichtig für den Erfolg des BER, dass auch die Bundesregierung als dritter Gesellschafter die FBB mit Nachdruck dabei unterstützt, den BER im Oktober 2020 zu eröffnen", sagte der Chef der Betreibergesellschaft FBB.

Er habe sich persönlich ein Bild machen wollen, sagte Scheuer. "Dabei wollte ich bewusst keine Baustelle sehen, die für den Minister durch lange Vorankündigungen auf Hochglanz gebracht wird, sondern eine im alltäglichen Normalmodus."

Scheuer hatte zuletzt gefordert, angesichts des steigenden Luftverkehrs den Flughafen Tegel weiterzubetreiben, der nach der BER-Eröffnung dicht gemacht werden soll.

Der neue Hauptstadtflughafen soll nach dem neuesten Zeitplan im Herbst 2020 an den Start gehen - mit dann neun Jahren Verspätung. Baumängel, Planungsfehler und Technikprobleme ließen zahlreiche Eröffnungstermine platzen.

Der Bund hält 26 Prozent an der Betreibergesellschaft, je 37 Prozent die Länder Berlin und Brandenburg.

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