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Laut eines Zeitungsberichts wird BER-Chef Rainer Schwarz demnächst abgelöst

Wird der BER-Chef abgelöst?

Berlin - Eine bevorstehende Ablösung des umstrittenen Hauptstadtflughafen-Chefs Rainer Schwarz haben die Flughafengesellschaft und der Berliner Senat dementiert.

Auch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) wies einen Zeitungsbericht zurück, wonach Schwarz vor der Abberufung steht. „Die Zeitungsmeldung von heute ist schlichtweg falsch“, sagte Platzeck am Mittwoch vor dem Hauptausschuss des brandenburgischen Landtages in Potsdam. Wegen der geplatzten Eröffnung des künftigen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg und Mehrkosten von bis zu 1,17 Milliarden Euro steht Schwarz in der Kritik.

Die Eröffnung des Großflughafens musste wegen gravierender Baumängel im Mai erneut verschoben werden. Die Eigentümer, der Bund und die beiden Länder Berlin und Brandenburg, müssen die Mehrkosten auffangen. Die Opposition in den Landesparlamenten hatte wiederholt gefordert, dass Schwarz seinen Posten räumen müsse.

Schwarz sagte der Nachrichtenagentur dpa mit Blick auf eine mögliche Ablösung: „Das weiß ich nicht. Da müssen Sie die Gesellschafter fragen.“ Auch der Berliner Senatssprecher Richard Meng und Flughafensprecher Ralf Kunkel dementierten die Meldung, wonach der Flughafenchef abberufen werden soll. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sagte: „Eine solche Entscheidung gibt es nicht.“

Die „Berliner Morgenpost“ (Mittwoch) hatte unter Berufung auf Gesellschafterkreise berichtet, Schwarz solle voraussichtlich auf der nächsten Aufsichtsratssitzung am 14. September abgelöst werden. Ihm werde vorgeworfen, den Überblick über die Kosten- und Terminplanung verloren zu haben. Außerdem habe er trotz der schwierigen Lage des Hauptstadtflughafens seinen turnusgemäßen Urlaub Ende Juli genommen.

Weder werde Schwarz entlassen noch würden weitere Geschäftsführer berufen, betonte Senatssprecher Meng. Die Flughafengesellschaft und der Aufsichtsrat mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) an der Spitze arbeiteten jetzt mit Hochdruck an einem Finanzkonzept und an der Festlegung eines verbindlichen Eröffnungstermins - und nicht an Personalfragen. Ob das derzeit geplante Datum 17. März 2013 gehalten werden kann, ist offen. Es gibt aber große Zweifel daran. Schwarz selber hatte nach der jüngsten Aufsichtsratssitzung am vergangenen Donnerstag betont, dass er nicht seinen Hut nehmen werde.

Nach der Entlassung des Technikchefs Manfred Körtgen im Zuge der geplatzten Eröffnung am 3. Juni gilt eine Ablösung von Schwarz als unwahrscheinlich - auch aus Kostengründen. Ein solcher Schritt würde die Gesellschafter mehr als 1,2 Millionen Euro kosten. Denn der Vertrag von Schwarz läuft bis 2016. Nach Informationen der „Berliner Morgenpost“ wollen die drei Flughafen-Gesellschafter die Geschäftsführung um Schwarz und den neuen Technikchef Horst Amann „umfassend erweitern“. Geplant sei die Ernennung eines Finanzvorstands, den es bisher nicht gibt, weil Schwarz beide Funktionen ausübt. Kandidaten würden bereits gesucht. Auch dies bezeichneten Kunkel und Meng allerdings als Falschmeldung.

Im Laufe des Tages tagt die Gesellschafterversammlung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. Auf der Tagesordnung steht der Jahresabschluss 2011.

dapd/dpa

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